Schleierfahnder bei Piding erfolgreich

"Falscher Bulgare" bei Kontrolle aufgeflogen

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Piding - Die vermeintliche Abkürzung über das deutsche Eck kam einen Hochzeitsgast aus der Türkei teuer zu stehen: Da er keine Chance auf Erteilung eines Visums sah, besorgte sich der 26-Jährige kurzerhand ein Komplettpaket aus Passfälschungen:

Am späten Donnerstagnachmittag stoppte eine Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein einen vollbesetzten VW Golf aus Niederösterreich an der Autobahnausfahrt Piding-Nord. Bei den Insassen handelte es sich um zwei türkische, einem österreichischen Staatsangehörigen mit türkischer Abstammung sowie einen angeblichen Bulgaren. 

Da bereits bei der ersten fahndungsmäßigen Überprüfung des EU-Bürgers Zweifel an der Echtheit des vorgelegten Reisepasses bestanden, durchsuchten die Beamten den Mann sogleich an Ort und Stelle. Wie vermutet, kamen dabei zwei weitere gefälschte bulgarische Dokumente zum Vorschein

Kein Schengen-Visum

Nachdem alle Personen zur Dienststelle nach Urwies verbracht wurden, fanden die erfahrenen Fahnder dann noch die in der Reisetasche des gelernten Kochs verstauten türkischen Originaldokumente, allerdings ohne den erforderlichen Sichtvermerk für die Reise in den Schengenraum

Der wegen Beihilfe zum illegalen Grenzübertritt angezeigte Fahrer, konnte im Anschluss in Begleitung seiner zwei „Landsleute“ die Weiterreise in Richtung Innsbruck antreten. Der „falsche Bulgare“ hingegen musste bis zu seiner Rücküberstellung nach Österreich eine Nacht in der Arrestzelle der PI Fahndung Traunstein erbringen. Mit dem Vollzug der Zurückschiebung droht ihm die Auferlegung einer mehrjährigen Wiedereinreisesperre für das Bundesgebiet.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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