Zahlreiche Straftäter im Grenzgebiet überführt

Schmuggler, Schieber, Autohehler: Bewegtes Jahr für Grenzpolizei Piding

+

Piding - Drogenschmuggler, Autoschieber und Hehlerbanden stellen nur einen Teil des Alltagsgeschäfts der Bayerischen Schleierfahnder dar. Auch 2019 konnten an der Grenze zu Österreich und im Grenzgebiet zahlreiche Straftäter durch die Grenzpolizeiinspektion Piding und die dazugehörige Station in Burghausen überführt werden.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Die Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Piding mit ihren Außenstellen in Freilassing und Burghausen können auch 2019 auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurückblicken. 

Die Schwerpunkte lagen hierbei, wie in den Vorjahren, in der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität und dabei in den Bereichen der illegalen Migration, der Dokumentenfälschung, der Kfz-Kriminalität, des Betäubungsmittelschmuggel und im Bereich der Eigentumsdelikte. In nahezu allen Deliktsbereichen konnten die Aufgriffszahlen zum Vorjahr nochmals deutlich gesteigert werden


Auf dem Gebiet der Dokumentenkriminalität konnten durch die Schleierfahnderknapp 300 Fälschungen festgestellt und aus dem Verkehr gezogen werden. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistete die seit Jahren etablierte sogenannte „Behördenfahndung“. Eine Fahndungsform, bei der für die Landratsämter Berchtesgadener Land, Traunstein, Mühldorf und Altötting allein im Jahr 2019 ca. 6.500 Personaldokumente und ca. 2.900 Fahrzeugdokumente auf ihre Echtheit hin überprüft wurden. Im Rahmen dieser Fahndung konnten u. a. mehrere Personen festgestellt werden, die sich unter falscher Identität in unseren Landkreisen illegal niedergelassen hatten und unerlaubt einer Beschäftigung nachgingen. 

Im Bereich der Kfz-Fahndung konnten rund 50 Fahrzeuge mit einem geschätzten Zeitwert von knapp einer Million Euro sichergestellt werden. Eine Vielzahl dieser Fahrzeuge wurde „umfrisiert“, d.h. die Fahrgestellnummern und andere Merkmale wurden von den Tätern bewusst zur Täuschung verändert. 

Bei der Bekämpfung des Rauschgiftschmuggels kann das abgelaufene Kalenderjahr als äußerst erfolgreich eingestuft werden. Bei annähernd 600 festgestellten Verstößen konnten knapp 90 Kilogramm an illegalen Drogen jeglicher Art aus dem Verkehr gezogen werden. Besonders erwähnenswert ist hierbei die Festnahme zweier Drogenkuriere im Dezember auf der Autobahn Salzburg – München. In einem professionellen Schmuggelversteck ihres Pkw versuchten die beiden Männer insgesamt 45 Kilogramm Heroin ins Bundesgebiet zu schmuggeln. 

Trotz insgesamt rückläufiger Zahlen konnten dennoch knapp 700 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz, hauptsächlich Delikte der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts und insgesamt 16 Schleuser durch die Grenzpolizeiinspektion Piding festgestellt werden. 

Im Bereich der Eigentumskriminalität konnten auch im vergangenen Jahr herausragende Aufgriffe getätigt werden. So gelang Mitte April beispielsweise die Festnahme zweier vermeintlicher Hehler. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs konnten zahlreiche Luxusarmbanduhren und Schmuckgegenstände aufgefunden werden. Die nachfolgenden Ermittlungen ergaben, dass die Wertgegenstände einem Einbruchsdiebstahl in der Schweiz zugeordnet werden konnten - der damalige Beuteschaden lag bei rund 75.000 Schweizer Franken

Der Dienststellenleiter Polizeidirektor Bernhard Resch zeigt sich sehr zufrieden mit der Bilanz seiner Dienststelle: „Die Erfolge des abgelaufenen Kalenderjahrs belegen erneut die Effektivität in der Fahndungsarbeit der Bayerischen Grenzpolizei: Insgesamt knapp 2.600 Fahndungstreffer und 2.700 festgestellte Straftaten konnten die Kolleginnen und Kollegen aus Piding, Freilassing und Burghausen allein auf ihrem Konto verbuchen.“

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Kommentare