Drogen in der Unterhose versteckt

Piding - Da staunten die Schleierfahnder nicht schlecht: Als sie den Fahrer eines französischen Kleintransporters überprüften, hatte er Drogen und eine Gaspistole dabei.

Wenig innovativ zeigte sich am Montagvormittag ein 32-jähriger Franzose in Sachen Schmuggelverstecke. Drei Haschisch-Bröckchen hatte er in seiner Jeanstasche verstaut, der Rest - ein Brocken von rund 16 Gramm - fiel ihm schlichtweg bei der anschließenden Durchsuchung aus der Unterhose.

Da der Fahrer eines französischen Kleintransporters auch unter Drogeneinfluss stand, musste er sich im Krankenhaus einer Blutentnahme unterziehen. Sollte sich der durch einen Rauschgiftschnelltest festgestellte Cannabis-Konsum bestätigen, droht ihm neben einer Geldbuße noch ein einmonatiges Fahrverbot.

Auf erstes Vergehen folgt das zweite

Gegen 9 Uhr hatte eine Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein die beiden Insassen eines weißen Klein-Lkw Iveco an der Autobahnausfahrt Piding-Nord kontrolliert.

Nachdem die Personenüberprüfung des französischen Pärchens im Fahndungscomputer negativ verlief, wurden die Fahnder dann aber doch bei dem äußerlich sehr nervös wirkenden Chauffeur fündig.

Mit den zunächst gesicherten 2 Gramm Haschisch ging es dann für den Ertappten auf direktem Weg zur Polizeidienststelle. Hier kam dann nicht nur der ominöse braune Brocken aus der Unterhose, sondern auch noch eine hinter dem Fahrersitz griffbereit deponierte Gaspistole zum Vorschein. Den hierfür erforderlichen „Kleinen Waffenschein“ besaß er nicht.

Bevor der Beschuldigte von den Schleierfahndern entlassen wurde, musste er wegen des illegalen Mitführens einer Gaspistole sowie des Drogenschmuggels noch eine Sicherheitsleistung für das anstehende Strafverfahren hinterlegen. Das Cannabisharz - insgesamt knapp 18 Gramm - sowie die Waffe samt Munition wurden eingezogen.

Aufgrund von Drogenkonsum musste der aus der Normandie stammende Franzose einen 24-stündigen Zwangsstopp einlegen, bevor er am nächsten Tag mit seinem Transporter in Richtung Norden weiterreisen konnte.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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