Ein Franzose wollte diskutieren

Piding - Polizeibeamte haben von einem stark betrunkenen Franzosen den Führerschein sichergestellt. Jedoch war dies erst nach einer längeren, klischeehaften Diskussion möglich:

Schwankend und mit einer beeindruckenden Alkoholfahne präsentierte sich ein 47-jähriger Franzose den Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein bei einer Verkehrskontrolle auf der Münchner Autobahn.

Am Pfingstsonntag, gegen 15.45 Uhr, war einer Streife der Schleierfahnder das mit zwei Personen besetzte französische Gespann - Renault Espace mit Anhänger - auf Höhe der Anschlussstelle Piding-Nord aufgefallen. Der gebürtige Kroate befand sich, in Begleitung seines Vaters, auf der Rückreise von Kroatien in den Nordosten Frankreichs und war dabei erheblich alkoholisiert.

Als er aufgefordert wurde, zur Durchführung eines Atemalkoholtests, auszusteigen, hatte er erhebliche Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht und musste sich am Auto abstützen um nicht hinzufallen.

Da halfen dem Fahrer des französischen Pkw mit Anhänger auch die üblichen Ausreden - wie „ich habe nur zwei Bier gehabt“ - sowie längere Diskussionen nicht mehr. Nachdem der an Ort und Stelle auf freiwilliger Basis durchgeführte Alcotest einen Wert von knapp über 1,8 Promille ergab, musste der arbeitslose Metallarbeiter die Fahnder zunächst zur Dienststelle nach Piding-Urwies und im Anschluss zur Blutentnahme ins Krankenhaus begleiten.

Sollte sich die Trunkenheitsfahrt bzw. die „absolute Fahruntüchtigkeit“ bestätigen, muss der Franzose mit einer empfindlichen Geldstrafe und dem Entzug seiner Fahrerlaubnis für das Bundesgebiet rechnen. Seinen französischen „Lappen“ der Klassen A und B musste er bei den Schleierfahnder abgeben.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte sich der „Filius“ von seinem 79 Jahre alten Vater nach Hause fahren lassen.

Pressemeldung PIF Fahndung

Rubriklistenbild: © dpa

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