Bosnier kurz vor der Ausreise kontrolliert:

Polizei entdeckt manipuliertes Kontrollgerät

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Piding - Als ein Bosnier mit einem Transporter-Gespann den Polizeiwagen erblickte, nahm er sofort den Fuß vom Gas. Das bemerkten auch die Beamten - und kontrollierten ihn sofort:

Ein 42-jähriger bosnischer Staatsangehöriger handelte sich auf Grund seiner Ungeschicktheit bei der Polizeikontrolle eine Anzeige wegen Urkundenfälschung ein. Der Fahrer war am 13. Mai, gegen 0.30 Uhr, mit seinem Fahrzeuggespann, einem Kfz-Transporter mit Anhänger, im Bereich der Rastanlage Piding-Süd, in Fahrtrichtung Salzburg unterwegs. Beim Anblick des auf die A8 einfahrenden Dienstfahrzeugs verlor er jedoch rasant an Geschwindigkeit. Auf Grund des auffälligen Verhaltens wurde das Fahrzeuggespann deshalb im Lkw-Bereich des Grenzübergangs noch vor der Ausreise kontrolliert.

Dabei wurde ein Beamter stutzig, weil der Fahrer sein Kontrollgerät, welches die Lenk- und Ruhezeiten aufzeichnen sollte, geöffnet hatte. Der Fahrer meinte zunächst, das Gerät sei nicht in Ordnung. Im weiteren Verlauf wurden jedoch Unterlagen im Fahrzeug aufgefunden, welche aufzeigten, dass der Fahrer bereits seit mehreren Stunden am Stück unterwegs war und somit bereits die Ruhezeit hätte antreten müssen. Außerdem waren die Tachoscheiben, welche immer mit derselben Schrift befüllt waren, noch mit einem weiteren Namen befüllt, obwohl der Fahrer alleine unterwegs war.

Zum "Beweis" rief der Fahrer seinen angeblichen Mitfahrer an, welcher sich jedoch nach eigenen Angaben zu Hause in Bosnien befand und gar nicht nach Deutschland gefahren war. Nun durfte der Fahrer mit zur nächsten Polizeidienststelle kommen, wo eine Anzeige aufgenommen wurde. Nachdem er eine Sicherheitsleistung im vierstelligen Bereich hinterlegt hatte, durfte er noch seine Ruhezeit antreten, bevor er am nächsten Tag die Heimreise antrat.

Pressemeldung VPI Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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