Schleuser wollte seine Schulden abbezahlen

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Piding - Bereits kurz nach der Grenze war Endstation für einen Schleuser. Die Begründung des Ungarn für seine Tat klang selbst für die Polizei ziemlich kurios.

Die Bundespolizei hat auf der Autobahn Salzburg - München einen Ungarn festgenommen. Nach ersten Erkenntnissen wollte er vom Schleuserlohn seine Schulden abbezahlen. Statt abzukassieren musste er am Samstag, 4. April, die Untersuchungshaft antreten.

Freilassinger Fahnder kontrollierten die Insassen eines Pkw mit ungarischer Zulassung auf Höhe Piding. Der 23-jährige Fahrer konnte sich mit seiner ungarischen Identitätskarte ausweisen. Seine vier Begleiter hatten keine Papiere dabei, die für die Einreise beziehungsweise den Aufenthalt in der Bundesrepublik erforderlich gewesen wären. Eigenen Angaben zufolge stammen die jungen Männer im Alter von 16 bis 24 Jahren aus Syrien und dem Irak. Für die Fahrt von Ungarn nach Deutschland sollten sie jeweils 500 Euro zahlen.

Der mutmaßliche Schleuser gestand, dass er arbeitslos sei und in seiner Heimat Schulden habe. Mit der Tour in die bayerische Landeshauptstadt wollte er einen Teil davon abarbeiten. Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges fanden die Beamten Belege, die auf bereits vorangegangene Schleusungen hindeuten könnten. Das Amtsgericht Laufen ordnete für den ungarischen Staatsangehörigen die Untersuchungshaft an. Bundespolizisten lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt Traunstein ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 16-jährige Iraker der Obhut des Jugendamtes übergeben. Die drei anderen Geschleusten konnten an die Flüchtlingsstelle in München weitergeleitet werden.

Pressemeldung Bundespolizei

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser