Polizei schnappt Ungarin auf A8 bei Piding

Iraker geschleust - oder nur verfahren?

Piding - Die Bundespolizei hat am Montag auf der Autobahn Salzburg – München eine ungarische Staatsangehörige festgenommen. Der Frau wird vorgeworfen, drei Iraker eingeschleust zu haben.

In der Kontrollstelle bei Schwarzbach überprüften die Bundespolizisten die Insassen eines in Österreich zugelassenen Wagens. Neben der ungarischen Fahrerin, die sich ordnungsgemäß ausweisen konnte, befanden sich noch drei weitere Personen in dem Transporter. Die irakischen Mitfahrer verfügten zwar über österreichische Asylkarten, nicht aber über die erforderlichen Papiere für die Einreise oder den Aufenthalt in Deutschland.

Wegen des Verdachts der Schleuserei wurde die Ungarin vorläufig festgenommen. Die 32-Jährige erläuterte, nur zufällig über die deutsch-österreichische Grenze gekommen zu sein, da sie sich schlicht verfahren habe. Einer ihrer drei Begleiter gab an, dass die Fahrt mehrere hundert Euro gekostet hätte.

Allen drei Migranten wurde die Einreise verweigert. Sie mussten noch am selben Tag die Rückreise nach Österreich antreten. Die Ungarin, die in Oberösterreich einen festen Wohnsitz hat, konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen das Bundespolizeirevier in Bad Reichenhall wieder verlassen. Sie wird sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

Pressemeldung Bundespolizei

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser