Bei Kontrolle bei Piding

"Grieche" spricht kein Griechisch: Polizei landet Volltreffer auf A8

Piding - Bereits in der Nacht auf Montag, 3. September, wurde ein italienisches Auto und dessen Insassen auf der A8 in Fahrtrichtung Salzburg auf Höhe Neukirchen einer Kontrolle unterzogen.

Der georgische Fahrzeuglenker konnte sich zwar rechtmäßig ausweisen, seine griechische Fahrerlaubnis sowie das gesamte „Dokumentenpaket“ - bestehend aus griechischem Reisepass, Personalausweis und Führerschein - seines Beifahrers weckte jedoch das Interesse der Beamten. Auch der Umstand, dass der angebliche Grieche kein Griechisch sprach, erhärtete den anfänglichen Verdacht der Schleierfahnder. Das „Dokumentenpaket“ sowie der Führerschein hielten der Überprüfung der Fahnder nicht lange stand - alle vier Dokumente erwiesen sich als zum Teil hochwertige Fälschungen


Konfrontiert mit dem Sachverhalt, zeigten sich beide Beschuldigte äußerst überrascht - schließlich wurden sie laut eigener Angaben, bereits mehrfach mit diesen Dokumenten behördlichen Kontrollen unterzogen und nie wurde bislang etwas beanstandet. Beide Personen wurden vorläufig festgenommen und auf die Grenzpolizeiinspektion Piding verbracht. Der georgische Fahrer wurde wegen Urkundenfälschung und Fahren ohne Fahrerlaubnis zur Anzeige gebracht, bevor er nach Hinterlegung einer Sicherheitsleistung seine Reise fortsetzen konnte. 

Die wahre Identität seines „griechischen“ Beifahrers konnte jedoch bis zuletzt nicht ermittelt werden. Neben einer Anzeige wegen Urkundenfälschung wurde er auch wegen illegaler Einreise und Aufenthalt beanzeigt. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde gegen diesen ein Haftbefehl beantragt, welchen der Ermittlungsrichter bestätigte. Er wurde daraufhin in die nächstgelegene JVA eingeliefert. Die Ermittlungen hinsichtlich seiner wahren Identität dauern weiter an.

Pressemeldung Grenzpolizeiinspektion Piding

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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