Serbische Familie eingeschleust?

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Piding - Sechs serbische Staatsangehörige sind am Montag illegal nach Deutschland eingereist. Für die Einreise hätten sie grundsätzlich kein Visum benötigt, aber:

Am Montag, 2. Juni, gegen 17.25 Uhr, reisten sechs serbische Staatsangehörige in einem Kleinbus illegal am ehemaligen Grenzübergang Walserberg in das Bundesgebiet ein. Alle Insassen des Fahrzeuges wurden vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Traunstein.

Der Kleinbus mit slowenischer Zulassung reiste am ehemaligen Grenzübergang Walserberg, auf der Autobahn A8, Salzburg-München, in das Bundesgebiet ein.

Das Fahrzeug wurde von Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein auf Höhe der Anschlussstelle Piding angehalten und einer Kontrolle unterzogen. Am Steuer des Kleinbusses wurde ein 27-jähriger, slowenischer Staatsangehöriger und auf dem Beifahrersitz dessen Bruder, ein 30-jähriger, serbischer Staatsangehöriger festgestellt.

Im Fahrzeug hielten sich darüber hinaus noch sechs weitere Personen mit serbischer Staatsangehörigkeit auf. Die Eheleute mit ihren vier Kindern im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren konnten keinen gültigen Aufenthaltstitel für Deutschland nachweisen. Keiner der sechs "Geschleusten" hatte das erforderliche Visum für das Bundesgebiet.

Alle Personen wurden zunächst vorläufig festgenommen, zur Dienststelle der Polizeiinspektion Fahndung verbracht und später der Kriminalpolizei Traunstein zur weiteren Sachbearbeitung übergeben. Das zuständige Fachkommissariat übernahm die Ermittlungen wegen Verdachts des Einschleusens und der illegalen Einreise. Die sechs serbischen Staatsangehörigen stellten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einen Antrag auf Asyl.

Die beiden Schleuser wurden auf richterliche Anordnung nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Serbische Staatsangehörige benötigen grundsätzlich kein Visum zur Einreise in das Bundesgebiet. Voraussetzung hierfür ist allerdings der Besitz eines Reisepasses mit biometrischen Merkmalen. Die sechs „Geschleusten“ waren nicht im Besitz eines solchen Ausweisdokuments.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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