Nazi mit gefälschtem Führerschein unterwegs

Piding - Ein Österreicher aus der rechten Szene war auf der A8 mit einem gefälschten Führerschein unterwegs - seine Rechnung machte er allerdings ohne die Schleierfahnder.

Am frühen Samstagvormittag zogen Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein den 30-jährigen, österreichischen Fahrer eines Renault Espace mit oberösterreichischer Zulassung auf Höhe der Autobahnanschlussstelle Piding-Nord aus dem Verkehr.

Nachdem beide Insassen keine Reise- bzw. Personaldokumente mitführten, wurde das Pärchen einer genaueren Kontrolle unterzogen. Dabei händigte der gelernte Spengler, der nicht zuletzt aufgrund seiner zahlreichen sichtbaren bzw. verdeckten Tätowierungen der „rechten Szene“ zuzuordnen war, einen ungarischen Führerschein der Klasse A und B aus. Die vor Ort durchgeführte Prüfung des Scheckkartenführerscheins ergab eindeutig, dass es sich bei dem vorgelegten Dokument um eine Fälschung handelte.

Der bereits mehrfach im Nachbarland polizeilich in Erscheinung getretene Beschuldigte hatte sich den Führerschein offensichtlich bei einer nicht ganz seriösen „Fahrschule“ in Ungarn besorgt, nachdem er es in seiner österreichischen Heimat nicht zum Erwerb einer regulären Fahrerlaubnis geschafft hatte.

Der Österreicher erhielt eine Anzeige wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Nach Hinterlegung einer Sicherheitsleistung konnte er die Weiterreise in Richtung Vorarlberg antreten. Das Steuer des Renault musste er allerdings seiner 29-Jährigen Begleiterin überlassen.

Im Falle einer Verurteilung muss der ledige Oberösterreicher mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen. Zudem werden die zuständigen Behörden in Österreich entsprechend in Kenntnis gesetzt.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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