"Freundschaftsdienst" bei Piding bringt eine Menge Ärger

Riskanter Fahrerwechsel auf A8 geht gründlich schief!

Piding - Mit einem äußerst riskanten Fahrerwechsel wollte ein 39-jähriger Moldauer seinen rumänischen Bekannten vor einer Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis "retten". 

Eine Streife der Grenzpolizeiinspektion Piding lotste am Samstagnachmittag einen deutschen Pkw in die Autobahnrastanlage Piding-Süd, als das Fahrzeug in der Ausfahrt unvermittelt stehen blieb und der Fahrer mit seinem Beifahrer die Plätze tauschte. Aufgrund einer Alkoholfahrt war dem ursprünglichen Chauffeur erst vor wenigen Monaten seine moldauische Fahrerlaubnis entzogen worden. Der 34-Jährige erhielt daher eine Anzeige wegen des Verkehrsdeliktes. Sein Kompagnon musste sich wegen versuchter Strafvereitelung verantworten

Gegen 18.30 Uhr war der vollbesetzte VW Sharan mit deutscher Zulassung einer Streife der Pidinger Schleierfahnder auf der Autobahn aufgefallen. Kurz bevor der Van an der Ausfahrt Piding herausgezogen werden sollte, überholten die routinierten Fahnder das Fahrzeug, prägten sich den Lenker ein und gaben dann die vorgeschriebenen Anhaltesignale. Durch den abrupten Zwischenstopp misstrauisch geworden, checkten die Beamten dann auch sofort die „Sitzverhältnisse“ im vorderen Bereich des VW. Wie vermutet hatte sich bei den Männern - der ursprüngliche Fahrer hatte eine auffallend spiegelnde Glatze - auf den Vordersitzen ein Wechsel vollzogen. 

Ein kurzer Check im Polizeicomputer genügte dann auch, um den Grund für die Aktion zu finden. Dem Fahrzeughalter bzw. ersten Fahrer war wegen einer Trunkenheitsfahrt das Recht aberkannt worden, von seiner ausländischen „Lizenz“ Gebrauch zu machen. Sein moldauischer Führerschein wurde dem in Baden Württemberg wohnhaften Südosteuropäer daher im April 2018 abgenommen. Zudem bestand noch eine Sperre zur Wiedererteilung bis Februar 2019. 

Als Quittung für seine offensichtliche Ignoranz zeigten ihn die Fahnder wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis an. Im Falle einer Verurteilung droht dem Rumänen mit moldauischer Abstammung eine empfindliche Geldstrafe. Nach Beendigung der Anzeigenaufnahme durften die Männer die Weiterreise in Richtung Österreich fortsetzten. Zuvor hinterlegte der an der Aktion beteiligte Moldauer, der eine gültige Fahrerlaubnis mitführte, aber noch eine angemessene Sicherheitsleistung für den gescheiterten "Freundschaftsdienst".

Pressemeldung GPI Piding

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Polizei

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT