Kleiner illegaler Freundschaftsdienst

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Piding - Ein in Österreich lebender Russe hat am Grenzübergang Bad Reichenhall versucht zwei Bekannte nach Deutschland zu schleusen. Das brachte ihn nun in Haft.

Am Freitag, den 20. Juli, reiste gegen 0.30 Uhr ein grauer VW Passat mit einem amtlichen österreichischen Kennzeichen über den Grenzübergang Bad Reichenhall Autobahn ins deutsche Bundesgebiet ein, und erregte dabei die Aufmerksamkeit einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein.

Die Beamten entschlossen sich dazu, den Pkw am Kontrollplatz der Ausfahrt Piding einer Kontrolle zu unterziehen und zogen ihn aus dem Verkehr.

Der Pkw war mit vier Personen besetzt. Der Fahrer und die Beifahrerin, beide ursprünglich aus Russland stammend, konnten einen österreichischen Konventionspass aushändigen, welcher sie als anerkannte Asylbewerber in Österreich ausweist und ihnen damit den Grenzübertritt nach Deutschland problemfrei ermöglicht. Nicht ganz so problemfrei dagegen bot sich die Situation der beiden Mitreisenden dar, diese konnten zur Kontrolle nämlich weder einen gültigen, anerkannten russischen Reisepass, noch ein erforderliches Visum vorweisen, sondern wiesen sich lediglich mit einem nur national in Russland gültigen Reisedokument aus.

Auf den Vorwurf, dass er unerlaubt zwei russische Staatsangehörige ins deutsche Bundesgebiet verbracht hatte, gab der 37-jährige Fahrer an, dass er die beiden nur aus dem Internet kenne. Dort hatte er angeblich nach Mitfahrern nach Frankfurt gesucht. Die beiden hätten sich bei ihm gemeldete und wollten ihm 50 Euro für die Mitfahrgelegenheit bezahlen. Diese Angaben erscheinen eher unglaubwürdig, da im Laufe der Ermittlungen Hinweise ergaben, dass eine nähere Bekanntschaft besteht.

Daher ging der Fahrer als Schleuser zunächst in Haft und die beiden unerlaubt eingereisten Russen wurden nach Österreich rücküberstellt um dort den zuständigen Behörden übergeben zu werden.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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