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Kriminelle Bahn-Mitarbeiter entlarvt

Piding - Zwei Zirkusleute erzählten der Polizei eine interessante Geschichte über das Kupfer, das sie geladen hatten. Die ganze Wahrheit war es allerdings nicht:

Am 10. Januar brachte eine Kontrolle von Zirkusleuten eine Ermittlungsmaschinerie in Gang:

Zuerst stellten die Pidinger Fahnder fest, dass der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Weiterhin lagen gegen den Beifahrer zwei Haftbefehle vor - Alltagsgeschäft für die Beamten. Stutzig wurden sie allerdings, als sie auf der Ladefläche des Klein-Lkws circa 400 Kilogramm Kupferabfälle feststellten und die Geschichte dazu hörten.

Die beiden Herren behaupteten, dass sie das Kupfer für 280 Euro bei der österreichischen Bundesbahn in Villach erworben haben. Da eine Tonne des Rohstoffes zur Zeit etwa mit 6.000 Euro gehandelt wird, wäre dies fast schon ein Schnäppchen.

Die Fahnder wollten die Umstände natürlich überprüfen und ließen sich eine Telefonnummer für Rückfragen geben. Die Person am anderen Ende gehörte auch wirklich der ÖBB an und bestätigte den Kauf durch zwei „Zirkusleute“. Das Kupfer benötigen sie angeblich für ihre Schlangen, damit ihnen das Häuten leichter fällt.

Mit dieser Geschichte wurde durch die Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Fahndung die Konzernsicherheit der ÖBB benachrichtigt, wobei sich ziemlich schnell herausstellte, dass das Kupfer von ÖBB-Mitarbeitern entwendet und an die Deutschen verkauft wurde. Gleichzeitig gab die ÖBB bekannt, in Villach vier neue Mitarbeiter einzustellen. Die beiden deutschen Schausteller werden sich nun zusätzlich wegen eines Diebstahls im Ausland zu verantworten haben.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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