Diese Rückkehr machte keine Freude

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Piding - Handschellen statt Wiedersehensfreude: Die Rückkehr nach Deutschland hatte sich ein Müncher nach mehreren Jahren im Ausland sicher anders vorgestellt.

So hat sich der gebürtige Münchner seine Rückkehr nach Deutschland sicher nicht vorgestellt: Nach mehrjährigem Auslandsaufenthalt sorgte die Bundespolizei am Mittwoch, den 13. März an der A8 nahe der Anschlussstelle Bad Reichenhall dafür, dass bei ihm keine Wiedersehensfreude aufkommen konnte. Statt alte Bekannte zu treffen, musste der 30-Jährige mit Handschellen Bekanntschaft schließen – auch wenn er mit diesen bereits früher Erfahrung gemacht haben dürfte.

Der in München geborene Bosnier war als Fahrgast in einem deutschen Reisebus unterwegs. Schon bald nachdem der Bus die deutsch-österreichische Grenze überquert hatte, zogen ihn Fahnder der Bundespolizei bei Piding aus dem Verkehr und kontrollierten die Insassen. Bei der Überprüfung der Papiere des bosnischen Staatsangehörigen fanden die Beamten mithilfe des Polizeicomputers heraus, dass er von der Staatsanwaltschaft mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Bereits Anfang 2007 war er vom Münchner Landgericht wegen Drogenhandels zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Nach knapp vier Jahren hinter Schloss und Riegel konnte er mit der Maßgabe, aus der Bundesrepublik ausreisen zu müssen, vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. Ende 2010 wurde er schließlich aus Deutschland abgeschoben. Mit seiner Wiedereinreise hat der Mann nun selbst dazu beigetragen, dass der unverbüßte Rest seiner Freiheitsstrafe fällig wurde. Immerhin sind weitere 220 Tage abzusitzen. Die Bundespolizisten brachten den verurteilten Drogenhändler in die Justizvollzugsanstalt Traunstein.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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