1800 Euro oder 60 Tage Haft

Piding - Ein mit Haftbefehl gesuchter Kroate ist den Schleierfahndern bei einer Buskontrolle ins Netz gegangen. Ihm stellte sich dann folgende Frage: Zahlen oder absitzen?

Bei Nichtbezahlen hätte er 60 Tage hinter Gittern absitzen müssen. Mit vereinten Kräften gelang es dem wegen Körperverletzung per Haftbefehl gesuchten 44-Jährigen Kroaten dann aber doch die alternativ geforderten 1800 Euro aufzubringen. Der Ex-Jugoslawe war den Schleierfahndern anlässlich einer Buskontrolle an der Autobahn bei Piding ins Netz gegangen:

In der Nacht auf Sonntag überprüfte eine Streife der Polizeiinspektionfahndung Traunstein die Insassen eines kroatischen Fernreisebus auf der Fahrt nach München. Dabei landeten die Beamten bei dem Kroaten, der zeitweise als Hausmeister in München tätig war, einen aktuellen Fahndungstreffer im Polizeicomputer.

Aufgrund eines zunächst verbalen Streits wegen einer nicht funktionierenden PrePay-Karte für ein Mobiltelefon, kam es im April letzten Jahres zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Nach Abschluss der Ermittlungen wurde der mittlerweile abgetauchte Kroate schließlich wegen Körperverletzung rechtskräftig verurteilt. Mit den Zahlungsbedingungen des aktuellen Haftbefehls der Münchner Staatsanwaltschaft konfrontiert, musste er zunächst mangels ausreichendem Bargeldes passen.

Erst einige Telefonate später gelang es ihm einen solventen Bekannten aufzutreiben, der bei der Begleichung der geforderten Geldstrafe aushelfen konnte. Gemeinsam mit seinem Abholer durfte er anschließend in die Isarmetropole weiterreisen.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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