Großschleusung: Ungarn schleusen 15 Afrikaner

Piding - In zwei Kleinbussen sollten 15 Afrikaner von zwei ungarischen Schleusern über die Grenze und nach München gebracht werden. Die Schleierfahnder stoppten die illegale Fahrt.

Die Traunsteiner Schleierfahnder haben am vergangenen Samstag, 27. April, die organisierte illegale Einreise von 15 Afrikanern unterbunden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde gegen zwei ungarische Schleuser die Untersuchungshaft angeordnet.

Am frühen Samstagmorgen sind gegen 3.15 Uhr zwei ungarische Kleinbusse am ehemaligen Grenzübergang Walserberg auf der Autobahn in das Bundesgebiet eingereist. In den beiden Kleinbussen befanden sich neben den beiden ungarischen Fahrern noch insgesamt 15 weitere Personen. Dabei handelte es sich überwiegend um Schwarzafrikaner, die zum Teil ungarische Asylkarten mit sich führten. Die beiden Fahrzeuge konnten an der Anschlussstelle Piding Nord durch die Traunsteiner Schleierfahndern angehalten werden, alle Fahrzeuginsassen wurden vorläufig festgenommen.

Die beiden Schleuser, zwei ungarische Staatsangehörige im Alter von 24 und 22 Jahren, wurde an das Fachkommissariat Grenze der Kriminalpolizei Traunstein übergeben. Die beiden Tatverdächtigen haben während der polizeilichen Vernehmung die Schleusung eingeräumt. Sie sollten die Afrikaner von Bukarest nach München fahren. Dafür haben sie vor Antritt der Fahrt einen Bargeldbetrag von diesen erhalten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde am Sonntagvormittag, 28.  April, die Untersuchungshaft gegen die Schleuser angeordnet.

Die geschleusten Personen, vierzehn Männer und eine Frau im Alter von 17 bis 44 Jahren, stammen aus acht verschiedenen Ländern des afrikanischen Kontinents. Sie hatten sich bereits in Ungarn aufgehalten, dort teilweise Asylanträge gestellt und sind mit Hilfe der Schleuser illegal nach Deutschland eingereist. Die Polizeiinspektion Fahndung Traunstein hat die Personen vernommen und mit Unterstützung der Bundespolizei dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser hat die Zurückschiebehaft gegen die Afrikaner angeordnet.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © pa

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