Bei Kontrolle der Grenzpolizei Piding

Das wird teuer! Österreicher (25) unter Drogeneinfluss und trotz Fahrverbot im Auto unterwegs

Ein Beamter der Grenzpolizei Bayern steht an der Grenze.
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Grenzpolizei Bayern

Piding - Das wird teuer! Zum zweiten Mal innerhalb von rund zwei Jahren erwischten bayerische Polizeibeamte einen 25-jährigen Österreicher, der mit Drogen im Blut über den Grenzübergang Bad Reichenhall-Autobahn ins Bundesgebiet einreiste. Nach dem Mann wurde außerdem in Traunstein gefahndet. Nach Abwendung des Haftbefehls und erneuter Anzeigenaufnahme durfte der gelernte Kraftfahrer die Heimreise - allerdings als Beifahrer - antreten.

Am späten Freitagnachmittag fiel einer Streifenbesetzung der Grenzpolizeiinspektion Piding ein älterer Fiat Ulysse mit Tiroler Kennzeichen, auf Höhe der Autobahnanschlussstelle Piding-Nord, auf. Bei der anschließenden Kontrolle des ziemlich heruntergekommenen Transportfahrzeugs konnten keine relevanten Feststellungen gemacht werden.


Dies änderte sich allerdings bei der näheren Überprüfung des Fahrers. Der junge Mann, der gerade eine Ausbildung bzw. Umschulung als Pferdewirt absolviert, stand wegen eines waffenrechtlichen Verstoßes, sowie einer Drogenfahrt aus dem Jahr 2018 mit einer hohen Geldforderung der Staatsanwaltschaft Traunstein im Fahndungscomputer. Ferner hätte er seinen österreichischen Führerschein - aufgrund eines gleichzeitig verhängten einmonatigen Fahrverbots - bei der Justiz „abgeben“ müssen. Nachdem weder die offene „Rechnung“ bezahlt, noch das Fahrverbot angetreten wurde, durfte der gebürtige Innsbrucker auf dem Rücksitz der Pidinger Schleierfahnder Platz nehmen.

Auf der Dienststelle erklärte sich seine mitreisende Lebenspartnerin - trotz der späten Stunde - sofort bereit, den geforderten Geldbetrag in Österreich zu organisieren und so ihrem Mann die drohende Haft von 20 Tagen zu ersparen. Somit war das erste dringende „Problem“ für den Tiroler erledigt.


Die zweite Sache stellte sich dann doch etwas komplizierter dar, da es mit der Beschlagnahme seines frisch ausgestellten österreichischen Führerscheins nicht getan war. Durch das Ignorieren des Fahrverbots, handelte er sich zudem eine Anzeige wegen Fahrens ohne „Fahrerlaubnis“ ein. Aufgrund seiner persönlichen polizeilichen Vorgeschichte, der auffallend geröteten Augen und seiner Nervosität, führten die Beamten beim Fahrer einen freiwilligen Drogenschnelltest durch. Erwartungsgemäß verlief dieser positiv. Die Folge: Wie vor zwei Jahren erneute Blutentnahme im Krankenhaus Bad Reichenhall und anschließende Anzeige wegen des Fahrens unter Drogeneinfluss.

Als Fazit bleibt, dass sich der junge Mann durch seinen häufigen Cannabiskonsum - wie er selbst einräumte - zum wiederholten Mal massive Schwierigkeiten mit Polizei und Justiz einhandelte. Im aktuellen Fall ergeht nach toxikologischer Auswertung seiner Blutprobe bzw. Vorliegen des Gutachtens erneut Anzeige an die Staatsanwaltschaft Traunstein. Als quasi Wiederholungstäter wird es jetzt wohl richtig teuer. Darüber hinaus dürfte ihm ein weiteres Fahrverbot sicher sein.

Nach einem längeren Aufenthalt bei den Fahndern, musste er für die anschließende Heimfahrt das Lenkrad an seine Lebensgefährtin übergeben.

Pressemeldung Grenzpolizei Piding

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