Flüchtiger mit falscher Identität geschnappt

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Piding - Die Polizisten nahmen ihm seine bulgarische Staatsbürgerschaft nicht ab. Es stellte sich heraus, dass der Mann gesucht wird und fünf Jahre Haft auf ihn warten.

Ein türkischer Staatsangehöriger musste am Wochenende vom 27. bis 28. Juli seinen Sitzplatz im Reisebus gegen einen Zellenplatz im Gefängnis eintauschen. Die Bundespolizei hat den 37-Jährigen auf der Autobahn von Salzburg nach München festgenommen, nachdem er als mutmaßlicher Urkundenfälscher entlarvt worden war. Für die falsche Identität hatte er spezielle Gründe. Ihm stehen über fünf Jahre Haft bevor.

Freilassinger Bundespolizisten zogen nahe der Anschlussstelle Piding einen ungarischen Reisebus aus dem Verkehr. Unter den Insassen befand sich ein Mann, dem die Fahnder die vorgegebene bulgarische Staatsbürgerschaft nicht abnehmen wollten. Die Beamten erkannten rasch, dass sein Foto im Ausweis nachträglich eingefügt worden war. Bei der Durchsuchung des Gepäcks konnten Papiere gefunden werden, die seine wahre Identität ans Licht brachten. Mithilfe des Polizeicomputers stellte sich heraus, dass er mit einem Haftbefehl international gesucht wurde. Wegen seiner Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung war er in der Türkei zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei hielt sich der gesuchte Türke zuletzt für längere Zeit in Österreich auf. Dort hatte er bereits einen Asylantrag gestellt und ist als Asylbewerber registriert. Auf richterliche Anordnung hin wurde der Festgenommene in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Dort wartet er zunächst auf das anstehende Verfahren wegen der Urkundenfälschung und auf die Entscheidung zu seiner Auslieferung an die türkischen Behörden. In seiner Heimat erwarten den Verurteilten fünf Jahre und drei Monate hinter Gittern.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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