Illegale Einreise gestoppt

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Piding/Freilassing – Erst auf den zweiten Blick zeigte sich für die Polizei, dass nicht alle Insassen eines Autos nach Deutschland einreisen durften.

Einem Mazedonier hat es nichts geholfen, sich ahnungslos zu stellen. Er wurde Ende vergangener Woche, am 20. Oktober wegen des Verdachts der Schleuserei angezeigt. Die Bundespolizei hat ihn zusammen mit vier Kosovaren auf der A8 gestoppt. Nahe der Anschlussstelle Piding zogen die Fahnder ein Auto mit österreichischem Kennzeichen aus dem Verkehr. Der 22-jährige Fahrer konnte sich mit einem mazedonischen Pass und einer Aufenthaltserlaubnis für Österreich ausweisen.

Auch bei seinen Mitfahrern schien mit den Papieren alles in Ordnung zu sein. Der 15- und der 19-Jährige hatten wie die Frauen im Alter von 29 und 49 Jahren gültige österreichische Flüchtlingspässe. Offenbar hatten sie allerdings nicht mit einer weitergehenden Überprüfung ihrer Personalien gerechnet.

Fahndungscomputer bringt die Wahrheit ans Licht

Die Freilassinger Bundespolizisten fanden mithilfe des Fahndungscomputers heraus, dass alle vier vor einigen Jahren bereits aus Deutschland abgeschoben worden waren. Die Stadtverwaltung in Arnsberg (Hochsauerlandkreis) hatte gegen jeden von ihnen aus aufenthaltsrechtlichen Gründen sogar ein Einreiseverbot verhängt.

Davon wollte der Mazedonier überhaupt nichts gewusst haben. Doch alles Abstreiten war vergeblich. Er wurde wegen Einschleusens von Ausländern, die kosovarischen Staatsangehörigen jeweils wegen illegaler Einreise vorläufig festgenommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mussten alle fünf das Land gleich wieder Richtung Österreich verlassen. Der mutmaßliche Schleuser hatte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft für die anstehenden ausländer- und strafrechtlichen Verfahren insgesamt 700 Euro als Sicherheit zu hinterlegen.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei Rosenheim

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