Kriminelle Fahrdienste zweier Ungarn

Piding - Da hatte die Bundespolizei mal wieder den richtigen Riecher. Auf der A8 wurden zwei Ungarn festgenommen, die mehrere Afghanen nach München schleusen wollten.

Die Bundespolizei hat zwei Ungarn am Mittwoch auf richterliche Anordnung hin in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall eingeliefert. Sie werden beschuldigt, sich mit Schleusungsfahrten einen kriminellen Zuverdienst verschafft zu haben. Grenzfahnder haben sie auf der Autobahn von Salzburg nach München gestoppt, kurz nachdem sie mit ihren beiden Autos neun afghanische Staatsangehörige über die Grenze gebracht hatten.

In den frühen Morgenstunden zogen Beamte der Freilassinger Bundespolizei an der Anschlussstellelle Piding zwei aufeinanderfolgende Autos aus dem Verkehr. Neben den ungarischen Fahrzeugführern befanden sich insgesamt neun Personen in den Wägen. Es handelte sich um sechs Erwachsene im Alter von 23 bis 29 Jahren sowie drei Minderjährige, fünf, neun und 16 Jahre alt.

Nach eigenen Angaben stammen sie ursprünglich aus Afghanistan. Ausweisen konnten sie sich nicht. Der 37-jährige Fahrer gestand ein, dass er derartige Fahrten schon ein paar Mal durchgeführt habe. Sein Verdienst hierfür soll je Beförderung zwischen 400 und 500 Euro betragen haben. Dass seine Fahrgäste illegal nach Deutschland reisen würden, habe er sich schon gedacht.

Der 37-Jährige und sein Landsmann, 25 Jahre alt, werden sich wegen Einschleusens von Ausländern zu verantworten haben. Auf Anordnung des Amtsgerichts Laufen mussten beide die Untersuchungshaft antreten. Die Bundespolizisten brachten sie in Bad Reichenhall ins Gefängnis. Die unerlaubt eingereisten Afghanen konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet werden.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa / Picture Alliance

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