Bundespolizei geht "dicker Fisch" ins Netz

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Piding - Ein dicker Fisch ging der Bundespolizei in Piding ins Netz. Ein deutscher Staatsangehöriger serbischer Abstimmung hatte eine ganze Latte an Gesetzesverstößen vorzuweisen.

Piding - Die Bundespolizei hat Mittwochnacht (31. August) den Mann der A8 verhaftet. Er war wegen Betrugs verurteilt worden und hatte über 2.600 Euro an die Justizkasse zu zahlen. Verwandte halfen ihm, die Forderung zu begleichen. Doch damit war noch nicht alles erledigt. Auf den gebürtigen Serben kommen noch weitere Strafverfahren zu.

Freilassinger Bundespolizisten unterzogen den Fahrer eines Pkw mit schweizerischer Zulassung nahe der Anschlussstelle Piding einer Kontrolle. Der deutsche Staatsangehörige serbischer Abstammung konnte sich problemlos ausweisen. Dennoch musste er seine Reise vorerst unterbrechen.

Laut Polizeicomputer wurde der 42-Jährige gleich mehrfach gesucht. Die Gießener Staatsanwaltschaft hatte gegen ihn einen Haftbefehl erlassen, weil er bereits 2009 vom Amtsgericht in Friedberg wegen Betrugs zu einer Geldstrafe von rund 1.700 Euro sowie Verfahrenskosten in Höhe von 900 Euro verurteilt worden war. Ersatzweise sah das Urteil eine 59-tägige Freiheitsstrafe vor.

Ein Anruf bei Verwandten ersparte dem Betrüger den Gang ins Gefängnis. Das Geld wurde für den Verhafteten eingezahlt. Damit aber noch nicht genug: Die Beamten eröffneten dem Mann, dass gegen ihn ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Erlangen wegen Tankbetrugs vorlag. Außerdem suchte die Staatsanwaltschaft Gießen nach ihm, weil er beschuldigt wird, gegen seine Unterhaltspflichten verstoßen zu haben.

Auf Anordnung des Amtsgerichts in Bad Reichenhall konnte der Deutsche mit schweizerischem Wohnsitz am Donnerstag seine Reise fortsetzen, doch wird er sich voraussichtlich schon bald wegen der beiden Delikte verantworten müssen. Das war bislang nicht möglich, da er sich mit unbekanntem Aufenthaltsort abgesetzt hatte. Nun stellte die Bundespolizei fest, an welche Adresse in der Schweiz die Post der deutschen Justizbehörden zugestellt werden kann.

Pressemeldung Bundespolizei Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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