A8: Schleuser mit verbotenen Waffen aufgegriffen

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Die Bundespolizei hat bei einem mutmaßlichen Schleuser eine Softair-Maschinenpistole beschlagnahmt.

Piding – Mit mehreren Messern und einer verbotenen Soft-Air-Pistole wurde ein Autofahrer von der Polizei gestoppt. Doch dem nicht genug: Zwei Ausländer ohne Einreisepapiere waren auch mit an Bord:

Bundespolizisten haben am Sonntag, den 28. Januar, einen mutmaßlichen Schleuser auf der A8 festgenommen. Im Fahrzeug des 34-Jährigen befanden sich nicht nur zwei Männer ohne Einreisepapiere, sondern auch mehrere Messer sowie eine Soft-Air-Pistole. Die verbotene Waffe wurde beschlagnahmt.

Freilassinger Fahnder stoppten an der Anschlussstelle Piding einen Pkw mit ungarischer Zulassung. Der französische Fahrer konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Sein Beifahrer und ein weiterer Insasse hatten allerdings keine Einreisepapiere dabei. Bei der Durchsuchung des Wagens stießen die Bundespolizisten zudem auf mehrere Messer sowie eine Softair-Maschinenpistole und Tarnkleidung im Gepäck des Franzosen.

Wegen des Schleusungsverdachts mussten alle drei Personen den Beamten zur Dienststelle folgen. Dort gaben beide Afrikaner an, dass Bekannte die Mitfahrgelegenheit ab Ungarn vermittelt hätten. Das Ziel des 24-jährigen Kameruners sei München gewesen. Dort hätte er nach einem Erbstreit in der Heimat, bei dem sowohl sein Bruder als auch sein Vater umgebracht wurden, ein neues Leben beginnen wollen. Der 41-jährige Senegalese sagte aus, zu seinen Brüdern nach Frankreich zu wollen. Seinen Asylantrag für Ungarn wolle er nicht aufrechterhalten, weil er dort die Sprache nicht verstünde.

Obwohl der Fahrzeugführer nichts mit Schlepperei zu tun haben wollte, wird er sich wegen des Einschleusens von Ausländern strafrechtlich verantworten müssen. Außerdem erwartet ihn ein Verfahren wegen der verbotenen Waffe. Zur Sicherung des Strafverfahrens musste er 100 Euro hinterlegen. Die Maschinenpistole sowie die Kunststoffmunition wurden beschlagnahmt. Die Messer durfte der Franzose behalten, nachdem er glaubhaft machen konnte, sie für seine Berufsausübung als Koch zu brauchen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Rosenheim

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