Einsätze für die Pidinger Schleierfahnder

Endstation bei Anger: Führerschein in Rumänien "vergessen"

Piding/Anger/Bad Reichenhall - An Fronleichnam waren die Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein mit einer Reihe von Straftaten beschäftigt. Neben etlichen Verkehrsdelikten wurden auch zwei gefälschte Dokumente festgestellt.

Führerschein in Rumänien "vergessen"

Kurze Zeit später kontrollierten Pidinger Schleierfahnder auf der Autobahn bei Anger ein Fahrzeug mit französischer Zulassung. Die Beamten staunten allerdings nicht schlecht, als sie feststellen mussten, dass Fahrer und Beifahrer in der kurzen Zeitspanne zwischen Anhaltung und Kontrolle die Plätze getauscht hatten. 

Der ursprüngliche Fahrer, ein 29-jähriger Rumäne, gab zunächst an, seinen Führerschein in Rumänien vergessen zu haben. Eine Anfrage in Rumänien bestätigte allerdings den Verdacht, dass er nie eine Fahrerlaubnis besessen hatte. 

Ein ebenso großes Problem ergab sich für den Rumänen, als die Beamten die Zulassung und die Versicherung prüften. Die Zulassung war schon lange abgelaufen und mehrfach abgeändert worden, die vorgezeigte Grüne Versicherung stellte sich als Fälschung heraus. 

Der 29-Jährige wurde wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Zulassungsverordnung angezeigt. Das Auto musste er stehen lassen, um sich nach dem Feiertag eine Kurzzulassung zu besorgen. Bis dahin campierten die insgesamt fünf Insassen, drei Frauen und zwei Männer, am Fahrzeug.

Verspäteter Platzwechsel

Ein tschechischer Staatsbürger wurde am frühen Donnerstagmorgen bei der Einreisekontrolle von Kräften der Bundespolizei dabei beobachtet, wie er vor der Kontrollstelle auf der Autobahn anhielt und mit dem Beifahrer, einem 24-jährigen Tschechen, den Platz im Auto tauschte. Der Grund war schnell klar: 

Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass der 35-Jährige wegen einer Trunkenheitsfahrt keine Erlaubnis mehr hatte, in Deutschland ein Fahrzeug zu führen. Der Mann wurde den Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein übergeben und dort angezeigt. Die Weiterfahrt musste er dann als Beifahrer fortsetzen.

Ohne Zulassung, dafür mit gefälschtem TÜV-Aufkleber

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kontrollierten die Pidinger Schleierfahnder erneut ein Fahrzeug mit französischen Kennzeichen auf der Autobahn bei Bad Reichenhall. Auch hier saß ein rumänischer Staatsangehöriger am Steuer, diesmal ein 36 Jahre alter Erntehelfer, der von Spanien auf dem Weg nach Rumänien war. 

Ebenso wie die am Vormittag angezeigten Rumänen, wies er eine ungültige französische Zulassung vor. Eine Versicherung für das Fahrzeug hatte er nicht, dafür befand sich auf der Zulassung ein französischer TÜV-Aufkleber, der von den Fahndern problemlos als Fälschung erkannt wurde. Der Rumäne wurde angezeigt und musste sich um eine neue Zulassung kümmern. Bis dahin wurde sein Fahrzeug verkehrssicher vor der Dienststelle abgestellt.

Neuer Führerschein aus Bulgarien 

Gegen drei Uhr morgens fuhr schließlich eine 33-jährige Bulgarin mit ihrem Mercedes in eine Kontrolle der Schleierfahndung. Die in München wohnhafte Frau wurde bei Anger in Richtung Salzburg angehalten. 

Bei der Überprüfung zeigte sich, dass ihr wegen einer Trukenheitsfahrt die Fahrerlaubnis entzogen worden war. Das hinderte sie allerdings nicht daran, sich in Bulgarien ohne weitere Prüfung einen neuen Führerschein ausstellen zu lassen, den sie bei Kontrollen vorwies. Gegen die Bulgarin wurde ein Strafverfahren eingeleitet und die Weiterfahrt wurde unterbunden.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa (Collage)

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