Auf der A8 bei Schwarzbach

Ohne Führerschein und Fahrtalent: Schleuser erwischt

Schwarzbach – Bundespolizisten haben am Samstag (25. Februar) einen irakischen Schleuser in die Reichenhaller Haftanstalt eingeliefert. Der 20-Jährige, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, hatte 1.800 Euro für die Schleusung von vier syrischen Staatsangehörigen versprochen bekommen. Seine Fahrt endete in der Kontrollstelle auf der A8.

Ersten Ermittlungen der Bundespolizei zu Folge waren die syrischen Männer im Alter von 23 bis 38 Jahren in Wien an den jungen Fahrer vermittelt worden. Dabei wurden laut Angaben der Syrer 450 Euro pro Person einkassiert. Diese sollten dem Iraker nach Ankunft in München überwiesen werden. 

Dass er noch nie einen Führerschein besessen hatte, hielt den Mann offenbar nicht von seiner Tour ab. Nach Aussage der Geschleusten, legte er zwar eine sehr ungeübte und unsichere Fahrweise an den Tag, gelangte aber offenbar ohne Unfälle bis zur Kontrollstelle der Bundespolizei. Das Auto für die Fahrt nach München hatte der Iraker von einem Freund ausgeliehen. Zurückgeben wollte er es laut eigenen Angaben allerdings nicht. 

Da ihm die Asylgesetzte in Österreich zu streng seien plante der 20-Jährige sein Glück nun auch selbst in Deutschland zu versuchen. Das geliehene Auto habe er einfach irgendwo in München stehen lassen wollen.

Aus diesem Vorhaben wurde nichts. Die Bundespolizisten lieferten den törichten Mann nach Vorführung beim Richter zur Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall ein. Er wird sich wegen Einschleusens von Ausländern, und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten müssen. Die Geschleusten stellten ein Schutzersuchen und wurden an die zuständige Anlaufstelle weitergeleitet.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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