Aus Österreich eingeschleust

Bad Reichenhall - Ein polnischer Staatsangehöriger versuchte vier Afrikaner mit seinem Auto von Österreich nach Deutschland zu schleusen. Die Bundespolizei stoppte sie.

Ein polnischer Staatsangehöriger hat Montagnacht, 16. Januar, mit seinem Auto vier Männer von Österreich nach Deutschland gebracht. Die Bundespolizei hat den Wagen auf der A8 gestoppt und den Fahrer samt seiner Begleiter aus Algerien und Marokko festgenommen. Die Beamten gehen von einer Einschleusung aus.

Auf Höhe der Anschlussstelle Bad Reichenhall unterzogen die Fahnder die Insassen des in Polen zugelassenen Pkw einer Kontrolle. Der Fahrzeugführer konnte sich ordnungsgemäß mit polnischen Papieren ausweisen. Seine vier Mitfahrer hingegen führten lediglich Dokumente mit, die ihre Asylverfahren in Österreich belegten. Ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland hatten sie nicht. Es handelte sich um zwei Algerier und zwei Marokkaner im Alter von 22 bis 34 Jahren. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei hatten sie den „Fahrservice“ des Polen ab Wien genutzt.

Jeder der vier erhielt eine Strafanzeige wegen unerlaubter Einreise. Um ihre Zurückschiebung nach Österreich sicherzustellen, wurden sie auf richterliche Anordnung hin vorerst in Haft genommen. Ihr mutmaßlicher Schleuser konnte nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen die Dienststelle in Bad Reichenhall wieder verlassen. Als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren musste er zunächst 300 Euro hinterlegen. Die Ermittlungen der Bundespolizei gegen den 27-Jährigen dauern an.

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Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © pa

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