Eine "Bong" auf dem Beifahrersitz

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Piding - Verwelktes "Grünzeug" und eine Bong auf dem Beifahrersitz brachten die Polizei auf die Spur von Drogenschmugglern aus Österreich und Frankreich:

Österreicher wegen Droggenschmuggels angezeigt

Eine kleine Klarsichttüte mit getrockneten Pflanzenteilen und zum Teil verwelktem „Grünzeug“ brachte einem 18-jährigen Österreicher eine Anzeige wegen Drogenschmuggels ein. Die zunächst undefinierbare Pflanze konnte schließlich als „Göttersalbei“ identifiziert werden. Das in der Literatur auch als „Wahrsagesalbei“ oder „Azteken-Salbei“ bezeichnete Gewächs fällt aufgrund seiner stark halluzinogenen Wirkung unter das Betäubungsmittelgesetz. Schleierfahnder stellten daraufhin die verbotene Droge sicher. Letztendlich muss die beim Landeskriminalamt beantragte Laboruntersuchung Gewissheit über die Inhaltsstoffe und den Wirkstoffgehalt der Pflanze erbringen.

In der Nacht auf Mittwoch war einer Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein der vollbesetzte österreichische Opel im Bereich der Autobahnanschlussstelle Piding-Nord aufgefallen. Nachdem sich einige der Insassen nicht ausweisen konnten, nahmen die Fahnder auch das Fahrzeug genauer unter die Lupe. Dabei kamen die illegalen Pflanzenteile – verstaut im Handschuhfach und in der Mittelkonsole – zum Vorschein. Mit Vorliegen des „Laborbefundes“ ergeht gegen den für den Drogenschmuggel verantwortlichen Österreicher, einem gelernten Elektriker, Anzeige an die Staatsanwaltschaft Traunstein.

Eine "Bong" auf dem Beifahrersitz

Etwas später – kurz vor Mitternacht – erwischten Schleierfahnder ein französisches (Zwillings-)Brüderpaar ebenfalls mit Rauschgift im Gepäck. Nach einem Snowboard- Wochenende in den österreichischen Bergen befanden sich die Brüder im Alter von 28 Jahren auf der Rückfahrt nach Frankreich. Dummerweise hatte einer der beiden noch rund 2 Gramm Marihuana dabei. Ein von außen sichtbar hinter dem Beifahrersitz deponierter „Bong“ hatte die Beamten dabei auf die richtige Spur gelenkt.

Ferner stellte sich heraus, dass für den Pkw – ein Citroen Xsara mit französischer Zulassung – seit gut einem Monat keine gültige Haftpflichtversicherung mehr bestand. Zudem waren die Franzosen ohne Ausweisdokumente bzw. Führerschein unterwegs. Für eine nähere Überprüfung mussten sie daher die Fahnder zur Dienststelle begleiten. Dass in dem chaotischen Innenraum („Mülldeponie auf vier Rädern“) noch weitere Rauschgiftutensilien und ein paar abgerauchte Joints aufgefunden wurden, bestätigte nur den Gesamteindruck der beiden Männer. Wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und des Pflichtversicherungsgesetzes wurden die jeweils Verantwortlichen angezeigt. Die Weiterfahrt wurde bis zur Vorlage eines gültigen Versicherungsnachweises unterbunden.

Pressemeldung Polizei Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser