Bei Neukirchen ins Netz gegangen

Selbsternannter russischer "Botschafter" zugedröhnt mit dem Auto unterwegs!

Neukirchen - Da der Fahrer ein äußerst rücksichtsloses und aggressives Fahrverhalten an den Tag legte, erweckte ein 6er BMW aus Russland am Donnerstagabend auf der A8 das Interesse der Schleierfahnder aus Piding. Deshalb wurde dieser auf Höhe Neukirchen einer Kontrolle unterzogen.

Dass der Fahrer damit nicht einverstanden war, zeigte sich gleich zu Beginn der Kontrolle.Mit aggressivem Ton gab er gegenüber den Beamten an, dass er Mitglied der russischen Botschaft sei. Dies entsprach jedoch nicht der Wahrheit und konnte schnell widerlegt werden. 

Für die Fahnder ergab sich der Verdacht, dass der 21-jährige Fahrer, als auch sein 25-jähriger Beifahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stehen. Um etwaige mitgeführte Drogen aufzufinden, wurden beide einer Durchsuchung unterzogen. Hierbeikonnten in einer Umhängetasche des Beifahrers zwei XTC-Tabletten aufgefunden und sichergestellt werden. Der 25-Jährige gab schließlich den Besitz zu und wurde wegen eines Vergehens nach dem Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht. 

Alkoholisiert und auf Drogen

Um die Fahrtauglichkeit des Fahrers zu überprüfen, wurde dieser auf die Dienststelle der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein verbracht. Ein dort durchgeführter freiwilliger Alkoholtest ergab einen Wert von über einem Promille. Auch einfreiwilliger Drogentest verlief positiv auf Kokain. Um diese Feststellungen gerichtsverwertbar zu machen, wurde im Anschluss eine Blutentnahme im Krankenhaus Bad Reichenhall veranlasst. 

Der 21-jährige Fahrer wurde aufgrund des positiven Alkohol- und Drogentests sowie der im Vorfeld festgestellten Ausfallerscheinungen, wegen eines Vergehens der Trunkenheit im Verkehr infolge Alkohol und anderer berauschender Mittel zur Anzeige gebracht. 

1.600 Euro Geldstrafe und Strafanzeigen

Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft in Traunstein, ordnete diese eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.500 Euro an. Auch der Beifahrer wurde mit 100 Euro zur Kasse gebeten. Nach Abschluss aller polizeilicher Maßnahmen und Bezahlung der insgesamt 1.600 Euro, wurden die beiden Russen von der Dienststelle in Urwies wieder entlassen.

Es blieb nicht nur bei einer Anzeige gegen den Fahrer wegen Trunkenheit im Verkehr - auch der Beifahrer wird demnächst Post von der Staatsanwaltschaft erhalten.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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