Vandalismus in Siegsdorf:

"Pumuckelgang" stellt sich der Polizei

Siegsdorf - Der Ermittlungsdruck wurde zu groß: Drei Jugendliche, die als "Pumuckelgang" ihre Graffiti über halb Siegsdorf verteilten, stellten sich nun der Polizei.

Am Mittwoch, 12. Februar, um 16.30 Uhr erschienen drei Jugendliche aus Siegsdorf und Bergen bei der Polizei und gaben reumütig zu, an mehreren Graffiti in Siegsdorf von den letzten Wochenenden beteiligt gewesen zu sein. Damit gaben sie dem Druck nach, der auf Grund von Hinweisen aus der Bevölkerung und Spuren bereits aufgebaut war. Zuletzt hatte die Polizei eine Schuhspur veröffentlicht.

Die drei Jugendlichen und zwei weitere waren bereits im Visier der „Ermittlungsgruppe Graffiti“, so dass die Polizei nicht wirklich überrascht war. Die Eltern der zwei Burschen, die sich noch nicht gestellt haben, werden demnächst Vorladungen bekommen.

Die sogenannte „Pumuckelgang“ hatte in Siegsdorf Eisenbahnbrücken, Autobahnbrücken, Häuser, Autos, Verkehrszeichen, Schaltkästen und weitere Dinge mit Spraydosen besprüht. Auch an der Mittelschule in Siegsdorf hinterließen sie ihre Spur.

Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf mehr als 10.000 EUR. Ein paar der Jugendlichen sind dazu bereit, den Schaden durch Arbeitsleistung wieder gut zu machen.

Weil die Jugendlichen teilweise in Bierlaune unterwegs waren, wird noch untersucht, wie die jungen Leute an die Getränke gekommen sind. Hier wird sicherlich ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eröffnet, das ein Bußgeld zur Folge haben wird. Manche waren schließlich erst 14 oder 15 Jahre alt und hätten keinen Alkohol bekommen dürfen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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