Mutmaßliche Tankstellenbetrüger gestellt

Bad Reichenhall - Mal eben die S-Klasse volltanken und sich dann ohne Bezahlung aus dem Staub machen. Mit dieser Masche reiste ein Pärchen quer durch ganz Europa. Aber kurz vor der Grenze nach Österreich war damit Schluss.

Mit einem in Großbritannien nicht mehr zugelassenen Daimler Benz der Luxusklasse, der nachweislich ohne gültigen Versicherungsschutz geführt wird, waren die Osteuropäer im Alter von 26 und 27 Jahren am Mittwoch den 10. November gegen 19.00 Uhr an der Tankstelle an der Umgehungsstraße/Loferer Straße vorgefahren und nach Hinterlassung einer Tankschuld in Höhe von 100 Euro mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Salzburg geflüchtet. Trotz einer nur vagen Beschreibung - mit dem Hinweis auf ein nicht näher bekanntes britisches Kennzeichen - konnte eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein eine ins Fahndungsraster passende Limousine auf der Bundesstraße 21 kurz vor der Ausreise nach Österreich sichten und das Kennzeichen ablesen.

Durch die umgehende Einbindung der österreichischen Polizei gelang es das flüchtige Fahrzeug rund eine Stunde später auf der Autobahn A1 bei Linz in Fahrtrichtung Wien zu stoppen. Nach erfolgter Personalienfeststellung durch die oberösterreichischen Kollegen durften sie dann allerdings weiterfahren, da zum Zeitpunkt der Kontrolle - mangels ausstehender Videoauswertung der Tankstellenüberwachungskamera - noch kein konkreter Tatnachweis zu führen war.

Erst die Sichtung der Aufzeichnungsbänder am Folgetag durch die Schleierfahnder bestätigte dann den Anfangsverdacht. Eindeutig war die englische S-Klasse vor der Zapfsäule auszumachen.

Da die österreichische Autobahnpolizei in Haid auch gleichzeitig Daten zum Fahrzeug, inklusive einer vorgelegten deutschen „Grünen Karte“, übermittelten, konnten weiterführende Ermittlungen angestoßen werden. Es zeigte sich schnell, dass das Fahrzeug nicht versichert war. Die vorgelegte internationale „Grüne Karte“ (Kfz-Haftpflichtversicherungsnachweis) stellte sich nach Rücksprache mit der Versicherungsgesellschaft als Fälschung heraus. Offensichtlich wurde das Fahrzeug vor längerer Zeit auf der Insel erstanden und mit der alten Zulassung des Vorbesitzers weitergeführt.

Auf die obligatorische Ummeldung haben die reisenden Täter dabei wissentlich verzichtet. Nach Abschluss aller Ermittlungen und Anzeigenvorlage wegen einer stattlichen Anzahl von Straftaten durch die örtlich zuständige PI Bad Reichenhall und der PI Fahndung Traunstein dürften sich die beiden namentlich bekannten Rumänen demnächst auf der nationalen Fahndungsliste wiederfinden.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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