Murenabgänge im Bereich Bad Reichenhall

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Bad Reichenhall - Innerhalb kürzester Zeit ist es am Montagmorgen, 5. Juli, zu mehreren Murenabgängen gekommen. Zwei Straßen wurden verschüttet. Personen kamen nicht zu Schaden. **Erstmeldung mit Bildern**

Kurz vor 9 Uhr klingelten die Telefone in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim und bei der Polizeiinspektion Bad Reichenhall. Verkehrsteilnehmer meldeten Murenabgänge auf der B305, beim sogenannten Wachterl, sowie auf der Staatsstraße 2101, im Bereich Thumsee und mehrere Abgänge auf der B21, zwischen Saalachsee und Baumgarten. Vorausgegangen waren nächtliche Regenfälle sowie am Vormittag einsetzender Starkregen.

Bereits in der Anfangsphase wurde ein Einsatzstab, unter Federführung des Landratsamts Berchtesgadener Land, auf dem Volksfestplatz in Bad Reichenhall gebildet. Auch ein Landeplatz für die zum Einsatz kommenden Helikopter wurde hier eingerichtet.

Auf der B305, im Bereich Wachterl, fand sich lediglich eine minimale Verkehrsstörung durch leichte Abgänge, die innerhalb kürzester Zeit beseitigt werden konnte. Schweres Gerät war für die Räumung einer Mure auf der St2101 nötig. Die Straße war aber bereits um die Mittagszeit wieder befahrbar.

Mehr Schäden verursachten insgesamt sieben größere und kleinere Murenabgänge auf der B21. Dort waren für kurze Zeit mehrere Pkw und ein Bus von den Geröllmassen eingeschlossen. Erst nach Räumungsarbeiten konnten diese ihre Fahrt fortsetzen.

Nicht auszuschließen war anfangs, dass die Muren Personen oder gar Fahrzeuge verschüttet haben könnten. Um sich hier Gewissheit zu verschaffen und im Ernstfall schnelle Hilfe leisten zu können, wurden Einsatzkräfte und Suchhunde, zum Teil per Polizeihubschrauber Edelweiß 1 an die Örtlichkeiten gebracht.

Schweres Gerät, in Form von Baggern, Raupen und Lkw zur Räumung der Straße und zum Freimachen eines Rettungsweges wurden von örtlichen Unternehmern zum Einsatz gebracht.

Das Absuchen und die Aufräumarbeiten fanden unter ständiger Beobachtung der Berghänge und mit größter Vorsicht statt. Zum frühen Nachmittag hin waren die Bereiche jedoch abschließend und ohne Feststellung untersucht.

Zur Zeit (15.40 Uhr) sind im Bereich Baumgarten mehrere Häuser ohne Strom- und Wasserversorgung. Zwei Häuser im Gefahrenbereich wurden vorsorglich geräumt. Zur Beurteilung der Lage wird ein Geologe hinzugezogen.

Die B21 wird bis auf Weiteres gesperrt bleiben. Grund hierfür ist die momentan noch unsichere Lage sowie größere Schäden an der Straße selbst.

Insbesondere die sogenannte Rötelbachbrücke ist durch Unterspülungen in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Straßenbauamt wird hier erst eine Einschätzung der Lage durchführen müssen.

Im Einsatz waren ca. 100 Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehren, ca. 40 Mitarbeiter des BRK und der Bergwacht, etwa 20 Polizeibeamte sowie Suchhunde von BRK und Polizei. Mittels zweier Polizeihubschrauber verschaffte man sich einen Überblick über die Lage und transportierte Einsatzkräfte zu den Örtlichkeiten.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Zurück zur Übersicht: Polizei

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser