Mehr Verkehrsunfälle in Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Traunstein - Im Gegensatz zur bayernweiten Entwicklung hat die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden im Bereich der Polizeiinspektion Traunstein im vergangenen Jahr leicht zugenommen.

Gleichzeitig ging die Zahl der Getöteten von sechs auf drei zurück. Die Anzahl der Verletzten verringerte sich um 13 auf 345.

1441 Verkehrsunfälle registrierte die Traunsteiner Polizei im Laufe des Jahres im Zuständigkeitsbereich, der die Gemeinden Grabenstätt, Chieming, Nussdorf, Traunstein, Siegsdorf, Surberg, Bergen und Vachendorf umfasst. Im Jahr 2009 waren es nur 1358 gewesen. Allerdings ist diese Steigerung weitgehend auf die vermehrten Sachschadens- und die vielen Kleinunfälle zurückzuführen.

Eine deutliche Verbesserung gab es dagegen bei den Personenschäden. 345 Menschen wurden heuer im Straßenverkehr verletzt - gegenüber 358 im Vorjahr. Davon 218 als Pkw-Insasse, 55 als Radfahrer, 43 als Kradfahrer, 21 als Fußgänger und fünf als Lkw-Insasse.

Drei Todesopfer forderte der Straßenverkehr im Berichtszeitraum. Zwei Menschen kamen heuer im Pkw zu Tode und einer als Fahrradnutzer. Häufigste Ursache bei den Unfällen mit Schwerverletzten oder Toten war erneut überhöhte Geschwindigkeit.

Mit 52 schwerwiegenden Geschwindigkeitsunfällen zu 57 im Vorjahr war jedoch eine positive Entwicklung festzustellen. Zwei der drei Verkehrstoten waren auf diese Unfallursache zurück zu führen. Die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss erhöhte sich von 24 im Vorjahr auf nunmehr 30 und erreicht damit wieder den Stand von 2008. Hierbei kam eine (drei) Person zu Tode und 15 (16) wurden verletzt. 330 Unfallfluchten (Vorjahr 310) hatte die Polizeiinspektion zu bearbeiten, von denen 136 (140) nachträglich geklärt wurden, meist aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung. Während die Verursacher in den meisten Fällen gegen geparkte Pkws oder andere Hindernisse gefahren waren, ohne sich um den Schaden zu kümmern, waren hierunter auch 20 (Vorjahr 16) Unfälle mit Verletzten.

Nicht zufriedenstellend verläuft die Entwicklung auch bezüglich der 18- bis 24-jährigen. Waren 2009 noch 185 Unfälle mit Beteiligung junger Erwachsener, so stieg ihre Zahl 2010 auf 202. Im Jahresvergleich gesunken ist dagegen die Anzahl der Unfälle mit Beteiligung von Personen über 65 Jahren. Innerhalb des letzten Jahres ging ihre Zahl leicht von 190 auf jetzt 187 zurück.

Die Zahl der Schulwegunfälle stellt sich mit zwei Unfällen positiv dar. Nur im Jahr 2007 war die Situation mit Null Unfällen besser. Zwei Schüler wurden leicht verletzt. Im Vorjahr waren es noch fünf Schüler. Alle beteiligten Kindern waren mit dem Fahrrad unterwegs.

Eine erhebliche Zunahme ist bei den Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Lkw zu verzeichnen, Anstieg von 89 auf 117. Überproportional war dabei der Anstieg als Verursacher, von 67 auf 90. Auffällig ist auch die Entwicklung der Krad-Unfälle. Hier stieg die Zahl von 24 auf 30. Noch stärker nahm die Anzahl der dabei verletzten Kradfahrer zu, von 23 auf 33.

Die erfassten Verkehrsunfälle verteilen sich auf das Straßennetz wie folgt:

  • Bundesstraßen: 218 (unverändert zum Vorjahr)
  • Staatsstraßen: 270 (6,3 % mehr als im Vorjahr)
  • Kreisstraßen: 219 (26 % mehr als im Vorjahr)
  • Gemeindestraßen: 734 (3 % mehr)

Ein Grund für den starken Unfallanstieg auf den Kreisstraßen ist nicht ersichtlich. Die hohe Unfallzahl auf den Gemeindestraßen ist auf das wesentlich längere Streckennetz und vor allem auf den großen Anteil von Verkehrsunfallfluchten (268) und Kleinunfälle (330) zurückzuführen.

Nachdem sich wieder zeigt, dass gerade die geschwindigkeitsbedingten Unfälle und die Alkoholunfälle schwerste Folgen nach sich ziehen, wird die Polizei auch weiterhin verstärkt nach diesen Kriterien kontrollieren. Vor allem zum bevorstehenden Faschingshöhepunkt hin werden die Alkoholkontrollen noch einmal intensiviert. Lageangepasst werden die Geschwindigkeitskontrollen mit Schwerpunkt Lkw und Kräder modifiziert.

Pressemitteilung PI Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Polizei

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser