Lkw-Kontrollen am Walserberg

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Bad Reichenhall / Piding - Am Donnerstag führte das Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Zusammenarbeit mit dem Einsatzzug Traunstein eine Schwerverkehrskontrolle am Grenzübergang Walserberg – Ausreise – auf der BAB A 8, durch.

Die Kontrollen wurden in den Nachmittagsstunden durchgeführt.

Während der Aktion wurden zahlreiche Fahrer aufgrund Verstößen gegen die Sozialvorschriften, wegen mangelhafter Ladungssicherung, oder wegen technischer Mängel beanstandet.

Einige Lkw-Lenker versuchten, die Ausleitung zur Kontrollstelle zu umfahren, was ein erhebliches Bußgeld zur Folge hatte. Diese Fahrzeuge wurden auf einer Nebenspur angehalten.

Einer der Fahrer, der die Kontrolle umfahren wollte, hatte guten Grund, den Beamten auszuweichen. Gegen den kroatischen Lenker eines Sattelzuges aus Bosnien bestand ein Haftbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis aus dem Jahr 2007. Durch die Zahlung einer erheblichen Geldstrafe konnte der Fahrer der Haft entgehen.

Ein Sattelzug aus Slowenien hatte zwei komplett abgefahrene Reifen am Auflieger. Der Fahrer musste vor Ort den Reifen wechseln.

Ein Lenker eines Autotransporters aus Italien hatte auf seinem Gespann zwei fabrikneue BMW ohne jegliche Sicherung transportiert, wobei einer ausgesetzt auf der oberen Ebene beladen war. Dort wirken sich fahrdynamischen Bewegungen am meisten aus. Die Weiterfahrt wurde bis zur entsprechenden Nachsicherung unterbunden. Hier kam hinzu, dass der Fahrer aus Italien die tägliche Lenkzeit am Vortag erheblich überschritten hat.

Da bei den zwei letztgenannten Fahrern die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigt war, wurde das Bußgeld entsprechend erhöht. Beide Fahrer hatten dieses vor Ort zu bezahlen. Ebenso wird hier auch für ausländische Fahrer ein Punktekonto in Flensburg eröffnet, was bei fortgesetzten Verkehrsverstößen zu einem Fahrverbot in Deutschland führen kann.

Ein weiterer Lenker aus der Türkei war beladen mit neuen Lkw-Motoren. Diese befanden sich annähernd ungesichert auf der Ladefläche, auch hier waren Sicherheitsleistung und Punkte fällig. Er konnte nach ca. zwei Stunden Nachsicherung seine Fahrt fortsetzen.

Eine rumänische Sattelzugmaschine wies einen Mangel an den Bremsen auf. Eine Bremsscheibe war eingerissen. Die Weiterfahrt konnte hier nur bis zur nächsten Werkstatt gestattet werden, was entsprechend von der Polizei überwacht wurde. Hier wurde dem Fahrer kein Vorwurf eröffnet. Selbst bei Durchführung einer Abfahrtskontrolle war es möglich, dass ein einzelner Riss in der Bremsscheibe verdeckt wird und nicht erkennbar ist. Er musste jedoch den Umweg und den Zeitverlust in Kauf nehmen.

Pressemeldung Traunstein OED

Rubriklistenbild: © pa

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