Lkw kracht in Unfallstelle und haut ab

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Anger - Am Sonntag kam es auf der A8 wegen Straßenglätte zu einem Unfall zwischen zwei Pkw. Ein Lkw hatte es besonders eilig und startete ein waghalsiges Überholmanöver.

Am Sonntag Abend kurz nach 20.30 Uhr kam ein bosnisches Pkw-Gespann, gelenkt von einem 54-jährigen Bosnier, aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse kurz vor dem Angerer Berg ins Schleudern. Der Anhänger, auf welchem wiederum ein Pkw verladen war, schlingerte und brachte letztlich das komplette Gespann außer Kontrolle. Der Anhänger stand dann quer auf dem linken Fahrstreifen und das Zugfahrzeug, ein Geländewagen, mittig zwischen beiden Fahrspuren entgegengesetzt zur Fahrtrichtung.

Ein nachfolgender österreichischer Pkw, gelenkt von einem 29-jährigen Eisenstädter, fuhr ebenfalls aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse zu schnell und konnte sein Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig abbremsen. Letztlich krachte der Österreicher mit enormer Wucht in den querstehenden Anhänger. Glücklicherweise blieben sowohl die bosnische Familie im Geländewagen, als auch der mit drei Personen besetzte Pkw aus Österreich von Verletzungen verschont.

Gut eine Viertelstunde später befuhr ein 33-jähriger Dresdner mit seinem 7,5 Tonner Lkw den rechten Fahrstreifen mit viel zu hoher Geschwindigkeit in Richtung der Unfallstelle. Die bereits zuvor in den Unfall verwickelten Personen deuteten dem Fahrer noch, dass er langsamer fahren solle, da es spiegelglatt war. Dieser versuchte jedoch unbedingt mit seinem Lkw an den Unfallfahrzeugen rechts vorbeizufahren. Dies misslang jedoch gänzlich. Zunächst touchierte er die rechte Leitplanke, wurde von dieser dann aber wieder nach links abgewiesen, wodurch der Lkw den Geländewagen, welcher entgegengesetzt der Fahrtrichtung stand, auf der kompletten Fahrerseite massivst beschädigte. Der Fahrer blieb dann kurz an der Unfallörtlichkeit stehen, schaute sich das Malheur an und telefonierte. Kurz darauf jedoch verließ er ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen die Unfallstelle und fuhr weiter in Richtung Salzburg.

Die eintreffende Streife der Autobahnpolizei Siegsdorf leitete umgehend eine Fahndung nach dem Lkw ein. Dieser konnte dann bei Bad Reichenhall durch eine Streife der Polizeiinspektion Fahndung in Urwies gestellt werden. Ein Alkoholtest verlief negativ. Gründe für seine Unfallflucht sind nicht bekannt.

Die beiden Unfallbeteiligten des ersten Unfalles müssen nun mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen. Der Lkw-Fahrer jedoch bekommt eine Anzeige wegen unerlaubten Entfernen vom Unfallort.

Die Unfallstelle war für die Dauer von gut einer Stunde auf dem linken Fahrstreifen gesperrt. Es kam zu einem ca. drei Kilometer langen Rückstau. Nach Abschluss der Unfallaufnahme und Abschleppung der Fahrzeuge musste die Autobahn noch massiv durch die Autobahnmeisterei Siegsdorf geräumt und gesalzen werden.

Pressemeldung VPI Traunstein

Rubriklistenbild: © lam

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