Irrfahrt am Sonntag

Lkw-Fahrer mit über drei Promille wird von Unterführung in Lepperding "gestoppt"

Lepperding/Laufen - Am Sonntag, den 7. April beobachtete die Polizei ein skurriles Szenario: Ein Lkw-Fahrer versuchte sich durch einen für die Höhe seines Fahrzeugs zu kleinen Tunnel zu zwängen. Später stellte sich heraus, sein Verhalten kam einem übermäßigen Alkoholkonsum zu Schulde - sein Atemtest ergab über drei Promille.

Pressemeldung im Wortlaut:

Am Abend des 7. April, gegen circa 21 Uhr, wurden die Bewohner von Lepperding bei Laufen durch einen lauten Knall auf einen Verkehrsunfall aufmerksam. Ein 53-jähriger Rumäne hatte sich verfahren und versuchte, mit seinem 40-Tonner durch die Bahnunterführung zwischen Lepperding und Daring zu fahren. Sein Vorhaben war jedoch an der Höhe seines Gefährts gescheitert, wobei das Dach des Führerhauses beschädigt wurde.

Die von den Anwohnern alarmierte Polizeistreife traf den Fahrer an, der sichtlich Schwierigkeiten hatte, sein Fahrzeug zu verlassen. Aufgrund des auffälligen Verhaltens sowie deutlicher Hinweise auf vorangegangenen Alkoholkonsum, da mehrere leere Flaschen Alkoholika im Führerhaus aufgefunden wurden, wurde beim Lkw-Fahrer ein freiwilliger Atemalkoholtest durchgeführt. Das Ergebnis war selbst für die Beamten eine Überraschung: Der 53-jährige Berufskraftfahrer hatte den Sattelzug mit mehr als drei Promille gegen die Deckenbegrenzung der Unterführung gesteuert.

Der Fahrer wurde daraufhin vorläufig festgenommen, da er über keinen festen Wohnsitz im Inland verfügt. Weiter wurde der Führerschein sichergestellt

Nach einer Blutentnahme in einem naheliegenden Krankenhaus verbrachte der Fahrer die Nacht in der Ausnüchterungszelle. Derzeit wird der Rumäne dem Haftrichter vorgeführt. Ihn erwartet nun wohl eine härtere Strafe als nur der Verstoß gegen das Sonntagsfahrverbot.

An der Bahnunterführung entstand nach ersten Schätzungen nur geringer Sachschaden. Da der führerlose Sattelzug durch die Beamten der Polizeiinspektion Laufen nicht von der Unfallstelle entfernt werden konnte, wurde eine Bergefirma mit der Umsetzung beauftragt. Der Sattelzug wurde schließlich im Laufe der Nacht dem sichtlich erzürnten Speditionseigentümer übergeben. Dieser musste nicht nur hunderte Kilometer anreisen, sondern auch noch die Kosten für die Umsetzung begleichen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Laufen

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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