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Kontrollen auf B20 zwischen Laufen und Tittmoning

Eilige Sattelzüge am laufenden Band: Vier Lkw-Fahrer deutlich zu schnell unterwegs

Am Dienstagvormittag (15. Dezember) führte die Verkehrspolizei Traunstein an der Bundesstraße 20 im Raum Laufen Schwerverkehrskontrollen mit Schwerpunkt Geschwindigkeitsüberschreitung durch. Hierbei wurden mehrere erhebliche Verstöße festgestellt.

Laufen/Tittmoning - So inspizierten die Beamten zunächst einen slowenischen Sattelzug, welcher wegen eines defekten Abblendlichts der Kontrolle zugeführt wurde. Wie sich herausstellen sollte, hatte es der 53-jährige serbische Führer des Vierzigtonners sehr eilig, denn anstatt die auf Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaft für Kraftfahrzeuge mit zulässiger Gesamtmasse über 7,5 Tonnen erlaubten 60 km/h einzuhalten, hatte der Serbe offenbar alles aus seinem Mercedes Actros heraus geholt und war den Daten des Tachographen zufolge mehrfach mit Abregelgeschwindigkeit von 90 km/h in Richtung Burghausen gebraust. Während der Fahrer sich um das defekte Abblendlicht kümmerte, errechneten die Polizisten die zu hinterlegende Sicherheitsleistung, welche schließlich über dreihundert Euro betrug.

Nächster Lkw viel zu schnell ohne ausreichende Sicherung der Ladung unterwegs

Auch der 39-jährige bosnische Fahrer des nächsten kontrollierten Sattelzugs reizte die Höchstgeschwindigkeit seiner Zugmaschine vollständig aus und erreichte ebenfalls glatte 90 km/h. Die weitere Kontrolle des Fahrzeugs brachte zudem zum Vorschein, daß die transportierte Fracht, bis zu sieben Tonnen schwere Stahlplatten mit einer Gesamtmasse von 21 Tonnen, absolut unzureichend gegen Verrutschen gesichert war.

Der Fahrer hatte dies mittels Niederzurren zu bewerkstelligen versucht, was aufgrund der glatten Oberfläche in Verbindung mit der hohen Masse dieser Fracht schlichtweg unmöglich ist. Eine Vollbremsung hätte durchaus dazu führen können, daß die Stahlplatten unter den angebrachten Spanngurten hindurch nach vorne gerutscht und damit für Verkehrsteilnehmer, insbesondere für den Fahrer selbst, zur tödlichen Falle geworden wären. Die Polizisten erklärten dem interessierten Fahrer, mittels welcher Technik sich die Fracht mit einfachsten Gegenständen wie Holzpaletten und Spanngurten hinreichend sichern lässt. Den Bosnier erwartet nun dennoch ein Bußgeld von rund 250 Euro.

Weiterer Sattelzug knackt „Tagesrekord“ von 93 km/h bei erlaubten 60

Wenig später näherte sich ein slowenischer Sattelzug der Kontrollstelle, der den Beamten durch dichtes Aufschließen auf den vor ihm fahrenden Lastzug auffiel. Der 40-jährige bosnische Fahrer konnte dennoch in die Kontrollstelle beordert werden und befuhr selbst diese noch auffallend rasant. Die Vermutung der Beamten bestätigte sich per Auslesen des Tachographen der Renault-Zugmaschine; der Bosnier stellte sich mit einer gefahrenen Geschwindigkeit von 93 km/h als Tagesschnellster heraus. Überdies erreichte er auf seiner Fahrt von Freilassing her mehrfach ähnlich hohe Geschwindigkeiten, weshalb er mit einer Anhebung des Bußgeldsatzes auf einen hohen dreistelligen Euro-Betrag rechnen muss.

Gefahrgut-Transport kümmert sich nicht um zulässiges Geschwindigkeitslimit

Zu guter Letzt beobachteten die Beamten einen mit Gefahrgut beladenen Sattelzug, ebenfalls aus Slowenien, der sich mit hoher Geschwindigkeit der Kontrollstelle näherte. Der mit Lithium-Ionen-Batterien beladene ADR-Zug wurde ebenfalls gestoppt und näher inspiziert. Während in gefahrgutrechtlicher Sicht nichts beanstandet werden musste, waren die Polizisten auch bei diesem Sattelzug mit der gewählten Fahrgeschwindigkeit nicht einverstanden. Der 25-jährige bosnische Fahrer erreichte mit seiner Mercedes Actros- Sattelzugmaschine ebenso wie die bereits zuvor Beanstandeten eine Fahrgeschwindigkeit von 90 km/h. Da auch er mehrere so hohe Geschwindigkeiten erreichte und es sich erschwerend um ein Gefahrguttransport handelte, musste der junge Fahrer ebenfalls einen hohen dreistelligen Euro-Betrag als Sicherheit hinterlegen.

Bußgeld und Punkte in Flensburg als Quittung für rasante Fahrt

Alle beanstandeten Fahrer müssen neben dem gegen sie verhängten Bußgeld mit einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei rechnen, der Fahrer der Renault-Zugmaschine indes schrammte nur knapp an zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot für Deutschland vorbei.

Aufgrund der zahlreich festzustellenden, erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen von Schwerverkehrsfahrzeugen, insbesondere auf Bundes- und Staatsstraßen, und der damit einhergehenden Gefahr vor allem für schwächere Verkehrsteilnehmer, werden die Beamten der Verkehrspolizei Traunstein auch künftig ihr Augenmerk auf die Einhaltung der geltenden Geschwindigkeitsvorschriften legen.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © Jonas Güttler

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