Jahresresümee Polizeiinspektion Laufen

Polizeiinspektion Laufen: Das Resümee 2014

Laufen - Im Jahr 2013 konnte die Polizeiinspektion den historischen Tiefstand von einem Verkehrsunfall mit einer toten Person vermelden. Im Jahr 2014 waren es leider mehr:

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle, die sich auf den Straßen im Dienstbereich der Polizeiinspektion Laufen im Jahr 2014 ereigneten, blieb mit 882 (Vorjahr 878) fast gleich. Positiv entwickelt hat sich das Verhältnis der Unfallarten zueinander. Während die Anzahl der Kleinunfälle stieg, ging die Zahl der Unfälle mit Personenschaden und der schwerwiegenden Unfälle zurück. 508 Kleinunfälle, im Vorjahr 445, wurden von den Beamten im Jahr 2014 aufgenommen. Die Steigerung ist hauptsächlich auf eine Steigerung der Wildunfälle, von 232 auf 270, zurückzuführen. Die Anzahl der Unfälle mit verletzten Personen sank von 188 auf 146, wobei sowohl die Anzahl der schwerverletzten Personen (40 im Jahr 2014, 54 im Jahr 2013) als auch der leichtverletzten Personen (153 im Jahr 2014, 195 im Jahr 2013) sank.

Der historische Tiefstand von nur einem Verkehrsunfall mit einer toten Person vom Jahr 2013 wiederholte sich leider nicht. Im Jahr 2014 mussten sechs tödliche Unfälle mit insgesamt sechs getöteten Personen bearbeitet werden. Von den getöteten Personen waren drei mit dem Pkw unterwegs, zwei Personen wurden als Fußgänger tödlich verletzt und eine Person als Radfahrer.

Der erste tödliche Unfall ereignete sich bereits am 8. Februar. Eine 20-jährige Frau war mit ihrem Pkw von Kammer in Richtung Otting unterwegs. Aus unbekannter Ursache kam sie kurz vor Straß nach links von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug überschlug sich mehrmals und kam schließlich im angrenzenden Feld zum Stillstand. Die junge Frau verstarb kurze Zeit später.

Tödlicher Unfall auf der TS53

Am 7. März 2014 passierte unmittelbar vor der Polizeidienststelle in Laufen ein Verkehrsunfall. Eine 85-jährige Fußgängerin wollte die Tittmoninger Straße unmittelbar vor einem bei Rotlicht wartenden Lkw außerhalb des Bereichs der Fußgängerampel überqueren. Beim Anfahren übersah der Lkw-Fahrer die Frau und es kam beim Anstoß zu den tödlichen Verletzungen.

Tödlicher Unfall in Laufen

Am 1. Mai , gegen 5.30 Uhr, befuhr ein 21-jähriger Pkw-Fahrer die Staatsstraße von Petting in Richtung Waging am See. Bei Km 4,3 kam er wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Das Fahrzeug fing Feuer. Der Unfallfahrer konnte schwer verletzt aus dem Fahrzeug geborgen werden, verstarb aber noch am gleichen Tag an den Unfallverletzungen. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Pkw, mit dem der 21-Jährige unterwegs war, kurz vorher in Schönram entwendet worden war.

Unfall bei Hainz am See

Am Arbeitsintensivsten war der tragische Unfall, der sich am Abend des 7. August im Gemeindebereich Tittmoning ereignet hatte. Ein zunächst unbekannter Pkw- Fahrer war auf der Lkw-Umleitungsstraße in Richtung Wiesmühl unterwegs, als er einen 70-jährigen Radfahrer erfasste und tödlich verletzte. Der Unfallverursacher flüchtete von der Unfallstelle. Nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen stellte sich der 62jährige Unfallfahrer zwei Tage später der Polizei. Erst vor wenigen Wochen fand beim Landgericht in Traunstein die Verhandlung gegen den Unfallfahrer statt.

Tödlicher Radunfall bei Tittmoning

Alleinbeteiligt kam am 9. September, gegen 13.30 Uhr, eine 18-jährige Pkw-Fahrerin von der Fahrbahn ab, als sie die Staatsstraße von Wiesmühl nach Palling befuhr. Der Pkw prallte gegen einen Baum. Die schwerverletzte junge Frau konnte zunächst reanimiert werden, verstarb jedoch am nächsten Tag im Krankenhaus in Traunstein.

Mit Ford Ka gegen Baum gekracht

Am 1. November , gegen 4.15 Uhr ,war ein 28-jähriger Fußgänger mitten auf der Kreisstraße 42 im Gde.-Bereich Palling unterwegs. Kurz vor Palling wurde der dunkel gekleidete Fußgänger von einem heranfahren Pkw erfasst und hierbei tödlich verletzt.

Bei allen aufgenommenen Verkehrsunfällen entstand ein geschätzter Sachschaden von circa 1,7 Millionen Euro. Die Reihenfolge der häufigsten Unfallursachen hat sich leicht verändert. Als häufigste Ursache blieb das Fehlverhalten beim Abbiegen, Einfahren in den fließenden Verkehr und Rückwärtsfahren mit insgesamt 152 Verstößen (Vorjahr 145). In 95 (Vorjahr 132) Fällen wurde gegen das Rechtsfahrgebot verstoßen. Als dritthäufigste Ursache wurden im Jahr 2014 Verstöße der Vorfahrt bzw. des Vorranges festgestellt, wobei die Anzahl um 10 auf 61 Unfälle stieg. Deutlich zurückgegangen sind die Unfälle mit überhöhter beziehungsweise nicht angepasster Geschwindigkeit. Bei 53 Unfällen im Gegensatz zu 96 Unfällen im Jahr 2013 war diese Unfallursache für den Verkehrsunfall ausschlaggebend. Offensichtlich haben unter Anderem die vermehrten Geschwindigkeitskontrollen zu diesem positiven Rückgang geführt.

Einen leichten Anstieg von 15 auf 18 Verkehrsunfälle gab es bei der Unfallursache Alkohol. Leider waren auch zwei getötete Personen alkoholisiert. Die Anzahl der Unfälle unter Drogeneinfluss blieb mit zwei gleich. In 160 Fällen (Vorjahr 168) wurden Verkehrsunfälle zur Anzeige gebracht, wo die Verursacher sich durch Flucht ihrer Verantwortung entzogen hatten. Hierbei wurden 19 Personen verletzt und eine getötet. In 71 (2013 =64) Fällen konnten die Unfallverursacher ermittelt werden. Viele dieser Unfälle ereigneten sich Innerorts, wo beim Rangieren abgestellte Fahrzeuge beschädigt wurden. Außerorts kam es im Begegnungsverkehr häufig zu Streifschäden oder abgefahrenen Außenspiegeln. Zur Klärung von Unfallfluchten ist die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

Die meisten Unfälle ereigneten sich im Bereich der Stadt Laufen (194), gefolgt von Waging am See (149) und Tittmoning (148). Dies ist in etwa das Vorjahresniveau. In den Gemeinden Taching am See und Petting war ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, in Taching am See von 34 auf 52 Verkehrsunfälle, in Petting von 42 auf 70. War im Gemeindebereich Palling im Jahr 2013 zum Vorjahr eine deutliche Steigerung, so hat sich dies im Jahr 2014 wieder auf dem Stand von 2012 eingependelt, das heißt die Unfallzahlen gingen von 149 auf 117 zurück. In den Gemeinden Kirchanschöring und Wonneberg blieben die Unfallzahlen mit 41 beziehungsweise 39 fast gleich wie im Vorjahr.

Das positive Gesamtbild, Rückgang der Unfälle mit Verletzten und der schwerwiegenden Verkehrsunfälle, wird getrübt durch die sechs Unfälle mit getöteten Personen. Die Polizeiinspektion Laufen wird auch im Jahr 2015 die Schwerpunktaktionen im Bereich Straßenverkehr fortführen, um das hohe Niveau der Verkehrssicherheit zu halten beziehungsweise zu verbessern.

Pressemeldung: Polizeiinspektion Laufen

Rubriklistenbild: © pa

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