Auch beim dritten Versuch gescheitert

Bundespolizei beendet Schleusung am Laufener Bahnhof

Laufen - Am Samstag hat die Bundespolizei am Bahnhof in Laufen acht Iraker festgenommen. Einer der Männer, der seit mehreren Jahren in Deutschland lebt, steht im Verdacht seine sieben Landsleute eingeschleust zu haben. 

Bundespolizisten kontrollierten Samstagabend acht irakische Staatsangehörige am Laufener Bahnhof. Lediglich einer der Gruppe konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Die sieben anderen Personen führten keine Dokumente mit sich, die ihnen den Aufenthalt in Deutschland erlaubt hätten. 

Die Beamten stellten fest, dass der Gruppe bereits am Vortag an der Saalbrücke die Einreise in die Bundesrepublik wegen der fehlenden Papiere verweigert worden war. Ihr 31-jähriger Landsmann, der über einen Wohnsitz in Würzburg verfügt, hatte seine Verwandten und eine befreundete Familie in Österreich abgeholt. Da er sie eigenen Angaben zur Folge nach Deutschland bringen wollte, besteht gegen ihn der Verdacht des Einschleusens von Ausländern. 

Geschleuste müssen das Land wieder verlassen 

Alle acht Personen, mussten den Beamten zum Freilassinger Bundespolizeirevier folgen. Der 31-Jährige durfte zwar wegen seines deutschen Wohnsitzes nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seine Reise fortsetzen, er muss aber mit einem Strafverfahren wegen Schleuserei rechnen. 

Seine beiden männlichen Begleiter wurden wegen des mehrfachen Versuchs der unerlaubten Einreise beim Laufener Amtsgericht vorgeführt. Sie sitzen nach Richterentscheid mittlerweilein der Justizvollzugsanstalt Bernau und werden das Land schon bald wieder verlassen müssen

Auch ihre Ehefrauen, die wegen der mitreisenden Kinder zunächst in einer Aufnahmeeinrichtung untergebracht wurden, werden voraussichtlich nicht in Deutschland bleiben dürfen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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