Verkehrskontrolle

Polizei stoppt etliche betrunkene Narren

Landkreis - Besonders in der Faschingszeit fließt der Alkohol wieder in Strömen. Ein Bierchen hier, ein Gläschen Schnaps da - blöd nur, wer sich danach noch hinters Steuer setzt:

Die Polizeiinspektion Traunstein führte mit Unterstützungskräften der Verkehrspolizei und des Einsatzzuges umfangreiche Verkehrskontrollen anlässlich der Faschingszeit im Raum Traunstein durch.

Von Samstagabend bis in die frühen Morgenstunden des Sonntag hinein kontrollierten die Beamten dabei zahlreiche Verkehrsteilnehmer in Siegsdorf, Eisenärzt, Chieming, Grabenstätt und Bergen. Zusätzlich wurden Geschwindigkeitskontrollen mit dem Lasermessgerät durchgeführt. Insgesamt drei Autofahrer mussten ihren Führerschein bei der Polizei abgeben, drei weitere werden in absehbarer Zeit ein Fahrverbot ableisten müssen.

Betrunkene Autofahrer

In Eisenärzt stoppten die Beamten einen 53-Jährigen aus Ruhpolding mit seinem VW. Eine Alkoholüberprüfung ergab einen Wert von über 0,5 Promille. Der Mann muss nun mit einer empfindlichen Geldbuße, Punkten in Flensburg sowie einem Fahrverbot rechnen. Einen weiteren Verkehrsteilnehmer konnten die Beamten gerade noch davon abhalten, sich unter Alkoholeinfluss hinter das Steuer zu setzen. Der 77-Jährige aus Siegsdorf lieferte seinen Autoschlüssel dann doch besser bei der Polizei ab.

In Erlstätt hatte sich ein 50-jähriger Bad Aiblinger mit seinem Peugeot im Bankett festgefahren. Eine vorbeikommende Streife wurde auf den Vorfall aufmerksam und stellte bei der Kontrolle des Mannes eine massive Alkoholbeeinflussung fest. Der Test ergab einen Wert von weit über 2 Promille. Nach einer Blutentnahme stellten die Beamten den Führerschein des Mannes sicher. Es ist nicht das erste Mal, dass er seinen Führerschein auf Grund einer Alkoholfahrt abgeben muss. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren und voraussichtlich ein lang andauernder Fahrerlaubnisentzug.

In der Rupertistraße in Traunstein kontrollierten die Beamten einen 20-Jährigen aus Traunstein mit seinem Fiat. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von deutlich über 1,1 Promille. Auch der Traunsteiner musste seinen Führerschein nach der Blutentnahme bei der Polizei belassen. Ihn erwartet ebenfalls ein Strafverfahren und ein Entzug der Fahrerlaubnis.

Zu einem Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss kam es in Einham. In einem Kurvenbereich begegneten sich ein 23-Jähriger aus Waging mit seinem BMW und eine 70-Jährige aus Traunstein mit ihrem Honda. In der Kurvenmitte stießen die beiden Autos zusammen, wobei die Traunsteinerin leicht verletzt wurde. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten fest, dass der Waginger unter Alkoholeinfluss stand. Sie veranlassten eine Blutentnahme und stellten seinen Führerschein sicher. Der Mann muss nun mit einem Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung rechnen. Die Schadenshöhe beträgt rund 3000 Euro.

Zu denken gibt das abenteuerliche Verhalten eines 41-jährigen Traunreuters an einem Bahnübergang in Siegsdorf. Trotz bereits seit mehreren Sekunden blinkenden Rotlichtes fuhr er mit seinem VW unter den sich bereits absenkenden Schranken hindurch. Dabei wurde er jedoch von einer Polizeistreife beobachtet und gestellt. Ihn erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 240 Euro, vier Punkte in der Verkehrssünderdatei und ein Monat Fahrverbot.

Viel zu schnell unterwegs

Zahlreiche Verstöße stellten die Beamten bei den Geschwindigkeitskontrollen fest. Auf der B 306 im Bereich Traunstein mussten bei erlaubten 70 km/h drei Verkehrsteilnehmer verwarnt werden. Der schnellste fuhr dabei 93 km/h. In der Chiemseestraße waren bei erlaubten 50 km/h sechs Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs. Hier fuhr der Spitzenreiter 98 km/h, was für ihn ein empfindliches Bußgeld, ein Fahrverbot und vier Punkte in der Verkehrssünderdatei bedeuten. In der Wasserburger Straße fuhren vier Autofahrer zu schnell. Bei erlaubten 50 km/h war hier der schnellste mit 74 km/h unterwegs, was für ihn ein Bußgeld und Punkte in Flensburg bedeuten.

Die Polizeiinspektion Traunstein weist darauf hin, dass Alkohol und Geschwindigkeitsübertretungen die Hauptunfallursachen für schwere Unfälle sind. Daher werden die Kontrollen auch über die Faschingszeit hinaus fortgesetzt. Polizeioberrat Rainer Wolf, Leiter der Polizeiinspektion Traunstein und Einsatzleiter an diesem Abend, zeigte sich mit dem Verlauf der heutigen Schwerpunktaktion sehr zufrieden. „Insbesondere die vielen Gespräche mit den zahlreichen nicht zu beanstandenden Autofahrern, die uns in unserer Arbeit für die Intensivierung der Verkehrssicherheit bestärkt haben, zeigen uns, dass die Bevölkerung ein großes Interesse an einem sicheren Straßenverkehr hat und Vertrauen in die Arbeit der Polizei setzt. Jedoch beweisen die festgestellten Verstöße auch, dass polizeiliche Kontrollen im Straßenverkehr angesichts erheblicher Alkoholwerte und deutlicher Geschwindigkeitsüberschreitungen dringend notwendig sind.“

Pressemitteilung Polizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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