Reisebusse aus dem Verkehr gezogen

Landkreis Traunstein - Eine gezielte Kontrolle von Reisebussen förderte teils gravierende Mängel an den Fahrzeugen zutage. Aber auch Fahrgäste gerieten ins Visier der Polizei.

Gemeinsam mit der Regierung von Oberbayern, dem Hauptzollamt Rosenheim, dem Landespolizeikommando Salzburg und Polizeikräften aus den Bereichen Augsburg, München, Weilheim, Rosenheim und Traunstein wurde am 20.07.12 eine Kontrolle des grenzüberschreitenden gewerblichen Personenverkehrs durchgeführt.

Im Landkreis Traunstein wurden in den späten Nachmittagsstunden in Autobahnnähe eine Kontrollstelle aufgebaut und insgesamt 17 Reisebusse und deren Insassen kontrolliert.

Und das solche Kontrollen dringend geboten sind, machte das Ergebnis sehr deutlich: Bei einem Bus und einem Anhänger wurden so gravierende Mängel festgestellt, dass die Weiterfahrt unterbunden werden musste. Die Insassen konnten mit einem organisierten Ersatzbus die Fahrt fortsetzen. Die technischen Mängel an einem weiteren Bus konnten vor Ort insoweit behoben werden, dass eine Weiterfahrt erfolgen konnte.

Bei manchen Bussen waren gleich mehrere Übertretungen festgestellt. Über die technischen Mängel hinaus (defekte Achse/Bremse/Reifen) wurden mehrmals Geschwindigkeitsüberschreitungen, Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten und ungenehmigter Linienverkehr festgestellt. Gegen zwei der kontrollierten Fahrgäste wird ein Strafverfahren wegen illegalen Aufenthalts eingeleitet. Neben zwei weiteren Verfahren wegen Steuerhinterziehung wurden durch die anwesenden Zollbeamten und Zollbeamtin Steuerschulden in Höhe von 2786 Euro einbehalten.

Die Kontrollaktion wurde zusätzlich im Rahmen einer Übung von Einsatzkräften des Maltheser Hilfsdienstes betreut.

Solche und ähnliche gemeinsame, „grenzübergreifende“ Kontrollen von verschiedenen Behörden werden auch in Zukunft geplant und stattfinden, um die Straßen sicher zu machen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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