Verkehrskontrolle auf der A8

Ein gültiges Dokument hätte genügt

Anger - Nicht schlecht staunten die Schleierfahnder, als sie nach einer Verkehrskontrolle plötzlich fünf gefälschte Führerscheine in den Händen hielten - dabei saßen nur zwei Männer in dem Auto. 

Der Aufforderung der Polizei, ihren Führerschein auszuhändigen kamen die beiden kontrollierten Zyprer nach. Gleich fünf Führerscheine hielten die Schleierfahnder letztendlich in ihren Händen - doch bei allen handelte es sich um Fälschungen. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sorgten die Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein für das Ende einer Fahrt zweier zyprischen Staatsangehörigen in einem britischen Mercedes. 

Das Fahrzeug wurde von der A8 in Fahrtrichtung Salzburg, am Parkplatz Angerer Berg aus dem fließenden Verkehr gezogen und einer Kontrolle unterzogen. Beide Fahrzeuginsassen wiesen sich jeweils mit einem zyprischen Reisepass und der Fahrer zudem mit einem blauen zyprischen „Lernführerschein“ aus. Als ihn die Beamten darauf aufmerksam machten, dass dieser in Deutschland keine Gültigkeit hat, zauberte er einen gelben zyprischen „Papierführerschein“ hervor. Nachdem der „Lernführerschein“ noch ein echtes Dokument darstellte, wurde der gelbe Führerschein schnell als Totalfälschung entlarvt. 

Auf Nachfrage der Beamten an den Beifahrer, ob dieser einen gültigen Führerschein besitzen würde, händigte auch er ihnen zwei zyprische „Lernführerscheine“ aus. Diesmal in der Farbe grün. Leider sollten auch diese schnell als totalgefälscht erkannt werden. Bei der Suche, ob sich nicht nun doch noch ein echter Führerschein finden lassen würde, um die Weiterfahrt der beiden Reisenden nicht zu gefährden, kamen dann tatsächlich noch eingelbgrüner einlaminierter „Lernführerschein“ und ein ebenfalls g elbgrüner „Papierlernführerschein“ zum Vorschein. Allerdings ausgestellt auf eine dritte, nicht anwesende Person und ebenfalls Fälschungen. Letztendlich mussten beide Zyprer die Kollegen wegen Urkundenfälschung in mehreren Fällen und Fahren ohne Fahrerlaubnis auf die Dienststelle in Piding Urwies begleiten.

Da beide bisher im Bundesgebiet keinerlei Vorstrafen hatten, durften sie nach der Anzeigenaufnahme und Hinterlegung einer Zustellungsvollmacht das Dienstgebäude wieder verlassen. Beide sind eingehend darüber belehrt worden, dass ihr britisches Auto nur von einer Person mit einer sowohl gültigen als auch echten Fahrerlaubnis gefahren werden darf. Nach Abschluss aller Ermittlungen haben beide Zyprer mit einer empfindlichen Geldstrafe zu rechnen.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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