Mit Klebeband Kennzeichen getarnt

Traunstein - Aus einer 9 wurde eine 8: Mit einem Streifen schwarzen Klebebands auf dem Kennzeichen, war am Montag ein Kleintransporter unterwegs.

Aus einer „Neun“ wurde so eine „Acht“ - diese Rechnung konnte jedoch nicht aufgehen. Eine Streife der Pidinger Schleierfahndung stoppte den Renault Traffic und zeigte den Fahrer, einen 37-jährigen Österreicher, wegen Urkundenfälschung an. Obwohl der türkischstämmige Bauleiter vorerst eine Tatbeteiligung abstritt, musste er auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Traunstein eine vierstellige Kaution hinterlegen. Nach Bezahlung der Sicherheit gab der Delinquent die Verfälschung zu.

Am Montag gegen 19.30 Uhr war einer aufmerksamen Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein der Kleintransporter mit Wiener Kennzeichen im Bereich der Anschlussstelle Piding-Nord aufgefallen. Dabei stach den Beamten besonders die erste Ziffer der am Fahrzeugheck angebrachten „Nummerntaferl“ ins Auge.

Im Gegensatz zur anderen Typographie der 7-stelligen Buchstaben-Ziffern-Kombination war dem „Fälscher“ die Umgestaltung der Ziffer 9 nicht ganz so rund gelungen. Nach Anhaltung und näherer Betrachtung stellten die Fahnder fest, dass sowohl das vordere als auch das hintere Kennzeichen an besagter Stelle mit Klebestreifen verändert wurde.

Trotz eindeutiger Beweislage zeigte sich der Fahrer am Anfang nicht geständig. Er räumte ein, dass er hinsichtlich Verkehrsverstössen ein wohl nicht ganz unbeschriebenes Blatt sei. Nach Beendigung der umfangreichen Spurensicherung durfte der gebürtige Tiroler – allerdings ohne Klebestreifen – die Weiterreise über das so genannte „Große deutsche Eck“ (Autobahn Salzburg – Kufstein) fortsetzen. Bei weiteren Ermittlungen gab der Künstler die Umgestaltung der Kennzeichen doch zu.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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