Er kann's nicht lassen: Bosnier abgeschoben

Bad Reichenhall - Er kann es nicht lassen! Beharrlich ignoriert ein Bosnier seit Jahren mehrere parallel gegen ihn bestehende Einreiseverbote. Jetzt fasste ihn die Polizei.

Aufgrund einer offenen Bewährungsstrafe von vier Monaten droht im jetzt - wegen der erneuten illegalen Einreise sowie dem anschließenden rund einmonatigen Aufenthalt in Baden-Württemberg - eine lange Haftstrafe.

Nur wenige Meter hatten in der Nacht auf Sonntag gefehlt und der im polizeilichen Fahndungssystem mehrfach ausgeschriebene Ex-Jugoslawe wäre als Insasse eines Fernreisebusses über den Grenzübergang Bad Reichenhall-Autobahn nach Österreich ausgereist. Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein hielten den Bus mit Ziel Bosnien jedoch gerade noch auf deutschem Bundesgebiet an.

Für den notorischen Wiederholungstäter war damit Endstation. In Handschellen ging es zur Dienststelle der Schleierfahnder in Urwies. Nach Anzeigenaufnahme, Anforderung aller ausländerrechtlich wirksamen Verfügungen - eine Ausweisung aus 1998 sowie insgesamt drei vollzogene Abschiebungen aus den Jahren 1998, 2005 und 2012 - wurde der gelernte Koch am Sonntagvormittag dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt.

Das Quartier in der Justivollzugsanstalt Bad Reichenhall dürfte er noch gekannt haben, da er dort erst im April 2012 - bis zu seiner letztmaligen Zurückschiebung nach Österreich - für einige Tage einsitzen musste.

In Summe seiner aktuellen „Verfehlungen“ stehen im Falle einer erneuten Verurteilung einige Monate Haft im Raum, sowie im Anschluss, die x-te Abschiebung in seine bosnische Heimat.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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