Jahresübersicht 2014 der Unfallbilanz der Polizeiinspektion Traunstein

Bilanz: Weniger Unfalltote im Jahr 2014

Landkreis - Die Unfallzahlen im Landkreis sind im vergangenen Jahr wieder leicht gesunken, wie auch die Zahl der Verletzten. Auch Tote gab es Gott sei Dank weniger als 2013.

Ein erfreuliches Resümee konnte im Dienstbereich der Polizei Traunstein aus der Unfallbilanz 2014 gezogen werden. Sinkende Unfallzahlen, weniger schwer verletzte Personen und deutlich geringere schwerwiegende Sachschäden sind dabei nur ein kleiner Auszug aus der Jahresübersicht.

Die polizeiliche Unfallbilanz ist eine Zusammenstellung aller polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle. Der Zuständigkeitsbereich der PI Traunstein umfasst neben der großen Kreisstadt Traunstein auch die umliegenden Gemeinden Siegsdorf, Grabenstätt, Bergen, Vachendorf, Chieming, Nußdorf und Surberg (ohne Bundesautobahn).

Im Auswertungszeitraum (01.01.2014 - 31.12.2014) ereigneten sich dort insgesamt 1530 Verkehrsunfälle mit 341 Verletzten und 2 Getöteten. Die Gesamtanzahl der Unfälle sank im Vergleich zum Vorjahr zwar nur leicht, um 1,42 Prozent von 1552 Unfällen auf 1530, allerdings verschob sich die Bilanz deutlich positiv in die Richtung der sog. Kleinunfälle (anteilig 835 Unfälle), was Unfälle sind, bei denen kein Personenschaden entstand und lediglich eine geringfügige Verkehrsordnungswidrigkeit zu Grunde lag.

Bei Unfällen mit Personenschäden war ein Rückgang in Höhe von 4,98 Prozent von 261 auf 248 zu verzeichnen, wobei die Zahl der schwer verletzten Personen um 32,61 Prozent von 46 auf 31 sank. Leider konnten auch 2014 nicht alle Unfallopfer gerettet werden, so dass zwei Verkehrstote zu beklagen waren (2013: 3 Tote).

Trotz des Rückgangs der Gesamtunfallzahlen im abgelaufenen Jahr 2014 muss bei der Betrachtung der letzten fünf Jahre festgestellt werden, dass die Bilanz mehr in Richtung Anstieg der Gesamtunfallzahlen tendiert, wobei die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden leicht rückläufig war.

Immer noch eine der häufigsten Ursachen bei Unfällen mit Toten oder Schwerverletzen ist die nicht angepasste Geschwindigkeit. Doch wurde im vergangenen Jahr erfreulicherweise der steigende Trend der letzten drei Jahre durchbrochen und die Zahlen in diesem Bereich sanken, sowohl bei der Gesamtzahl als auch bei den Verletzten erheblich. Wurden 2013 noch 104 Unfälle auf Grund nicht angepasster Geschwindigkeit, mit 45 Verletzten Personen registriert, so waren es 2014 nur noch 83 Unfälle mit 36 Verletzten, was einen Rückgang von 20 prozent darstellt. Dies stellt den niedrigsten Wert im Laufe der letzten fünf Jahre dar.

Ein Grund dafür könnte der schneearme Winter gewesen sein, da die typischen Glatteisunfälle oder Unfälle bei schneebedeckter Fahrbahn rückläufig waren. Nachteilig wirkten sich die milden Temperaturen allerdings auf die Unfallbilanz der Benutzer von motorisierten Zweirädern aus. Da die „Motorrad-Saison“ früher begann, bzw. länger dauerte, als in den Jahre zuvor, stieg die Zahl der Verletzen Personen in diesem Bereich um über 20 Prozent von 24 auf 29 Personen.

Ebenfalls eine negative Entwicklung zeigten die Zahlen im Bereich Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss. Trotz Präventionsarbeit und hoher Kontrollaktivität verdoppelte sich erschreckenderweise die Anzahl der verletzten Personen im vergangen Jahr im Vergleich zu 2013. Zwar stieg die Gesamtzahl nur um einen Unfall von 20 auf 21 an, doch wurden dabei statt 10 Personen im Jahr 2013, 20 Personen verletzt. Dies ist eine sehr bedauerliche Tendenz, da in den letzten Jahren gerade im Alkoholsektor die Zahlen deutlich rückläufig waren.

„Auch im Jahr 2015 werden wir unsere Überwachungs- und Präventionstätigkeiten fortsetzen, um das hohe Niveau der Verkehrssicherheit zu halten oder noch zu steigern“ resümiert der Leiter der Polizeiinspektion Traunstein, Polizeioberrat Rainer Wolf.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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