Präventionsvortrag der Polizei

"Inzell - Stark ohne Alkohol und Drogen"

Inzell - "Inzell - stark ohne Alkohol und Drogen", so lautete der Schriftzug des Einladungsplakats anlässlich des gestrigen Vortrags, zu dem die Jugendbeauftragten der Gemeinde Inzell eingeladen hatten

Der Fokus der Veranstaltung lag auf der Informationsweitergabe zum Thema "Alkohol im Straßenverkehr".

Die Polizei Ruhpolding folgte dieser Einladung der Jugendbeauftragten sehr gerne und beteiligte sich mit einem Vortrag zur Verkehrsprävention. Erst im Herbst diesen Jahres ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall im Gemeindebereich Inzell. Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen wurde festgestellt, dass der Fahrer hierbei erheblich alkoholisiert war.

Der Einsatz der Polizei Ruhpolding sowie der Freiwilligen Feuerwehr Inzell am Unfallort dauerte mehrere Stunden, wobei der Fahrzeugführer aus seinem Fahrzeugwrack herausgeschnitten werden musste. Bei derartigenVerkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss handelt es sich leider nicht um Einzelfälle. Einige Wochen nach dem Vorfall meldete sich der Jugendbeauftragte der Gemeinde Inzell bei der Polizei Ruhpolding. Gemeinsam wurde beschlossen, einen Vortragsabend zum Thema "Alkohol im Straßenverkehr" zu veranstalten.

"Warum? - Ich war's nicht"

Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit wurden am gestrigen Abend im Schützenhaus der Gemeinde Inzell den anwesenden Interessenten präsentiert. Ziel des Vortrages war es, zum einen die Jugendlichen und Fahranfänger, zum anderen aber auch deren Umfeld, bestehend aus vor allem Eltern und Lehrern, bezüglich Fahren unter Alkoholeinfluss und den daraus entstehenden Gefahren erneut zu sensibilisieren. Der Vortrag startete mit einem Videoeinspieler, welcher die Anwesenden zum Nachdenken anregte. "Warum? - Ich war's nicht!", diese Frage beschäftigte ein Mädchen im Video, das im Sterben liegt, weil sie durch einen betrunkenen Autofahrer angefahren worden war.

Im Verlauf des Vortrags wurde die Wirkung von Alkohol auf den menschlichen Körper schriftlich und bildlich dargestellt. Zudem hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, Auswirkungen des Alkohols am eigenen Körper zu erfahren, ohne hierbei vorher Alkohol konsumieren zu müssen. Unter Verwendung einer sogenannten Rauschbrille musste ein vorgegebener Parcours absolviert werden. Die Brille versetzt den Körper der Testperson hierbei in einen ähnlichen Zustand wie unter Alkoholeinfluss. Durch die hierdurch gewonnenen Erfahrungen konnte dem Publikum unmittelbar gezeigt werden, wie gefährlich der Einfluss von Alkohol auf die Sinneswahrnehmung ist.

Gravierende Folgen und Konsequenzen bei Alkoholisierung

Ziel der Polizei Ruhpolding sowie des gemeinsamen Präventionsabends war es, genau dieses Bewusstsein im Hinblick auf "Alkohol am Steuer" erneut zu schärfen. Die vorangegangenen Unfälle haben deutlich gezeigt, dass es sich leider nicht um Einzelfälle handelt. Durch solche Verhaltensweisen werden jedoch nicht nur die eigene Gesundheit und das eigene Leben aufs Spiel gesetzt. Leider werden auch immer wieder unbeteiligte Verkehrsteilnehmer durch Unfälle unter Alkoholeinfluss in Gefahr gebracht, verletzt oder sogar getötet. Dies geschieht leider oftmals auf einebesonders leichtsinnige Art und Weise.

Ein weiterer Augenmerk wurde zudem auf die Folgen eines derartigen Verkehrsunfalls gelegt: den Unfallverursacher erwartet in der Regel eine hohe Geldstrafe, ein Fahrverbot sowie unter Umständen der vollständige Entzug der Fahrerlaubnis. Der Polizei ist es daher ein großes Anliegen,besonders in diesem Bereich präventiv tätig zu sein und auf die gravierenden Folgen und Konsequenzen hinzuweisen. Gerade im Hinblick auf die Folge schwerer Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss sollte einmal mehr das Motto gelten: "Don't drink and drive!".

Pressemeldung Polizeiinspektion Ruhpolding

Quelle: chiemgau24.de

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