Ende einer wochenlangen Odyssee

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Freilassing - Die Bundespolizei verhaftete auf der A8 einen Italiener. Dieser wollte mehrere jugendliche Iraker illegal einschleusen.

Die Bundespolizei hat am Samstag einen Italiener ins Gefängnis gebracht. Der mutmaßliche Schleuser wird beschuldigt, für den Transport mehrerer Iraker nach Deutschland verantwortlich zu sein. Auf der A8 fand sein illegaler „Beförderungsdienst“ ein Ende.

Fahnder der Bundespolizei zogen nahe Piding einen Wagen mit italienischen Kennzeichen aus dem Verkehr. Darin befanden sich insgesamt vier Personen. Der italienische Fahrzeugführer konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Seine drei Begleiter hingegen hatten keine Papiere dabei. Sie gaben an, zwischen 17 und 20 Jahre alt und gegen Bezahlung aus dem Irak geschleust worden zu sein. Wie hoch der Schleuserlohn gewesen sei, könnten sie nicht sagen, da ihre Verwandten in der Heimat bereits alles geregelt hätten.

Nach ersten Erkenntnissen der Freilassinger Bundespolizei waren die drei jungen Iraker in Etappen über mehrere Wochen unterwegs. Ihre Schleuser organisierten Fahrten auf der Ladefläche eines Lkw, im Zug und im Auto. Der letzte Abholer, der sie schließlich mit dem Pkw über die deutsch-österreichische Grenze gefahren hatte, war ein 33-jähriger Italiener. Diesen führten die Bundespolizisten noch am Samstag am Laufener Amtsgericht vor. Auf richterliche Anordnung hin wurde er in Untersuchungshaft genommen. Gegen ihn ermittelt die Bundespolizei wegen des Verdachts der Schleuserei. Die irakischen Staatsangehörigen konnten einer Aufnahmeinrichtung für Flüchtlinge in München zugeleitet werden.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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