Jugendliche Afghanen aufgegriffen

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Freilassing/Weyarn - Der Strom geschleuster afghanischer Staatsangehöriger reißt nicht ab. Die Bundespolizei findet immer wieder illegal eingreiste Afghanen.

Erst am Montagmorgen (20. Februar) hat die Bundespolizei in einem Fernreisezug kurz nach Freilassing drei Minderjährige aus Afghanistan gefunden. Sie waren allein und ohne Papiere unterwegs.

Nur wenige Tage zuvor stoppte die Bundespolizei drei weitere Afghanen an der Autobahn Salzburg – München nahe des Seehammer Sees. Gegen einen von ihnen wird wegen Schleuserei ermittelt. Er musste einen hohen Betrag als Sicherheitsleistung zahlen. Bei der Kontrolle auf einem Autobahnparkplatz zwischen Irschenberg und Weyarn konnte sich der afghanische Fahrzeugführer mit italienischen Papieren ordnungsgemäß ausweisen. Seine Mitfahrer, 17 und 80 Jahre alt, hatten rumänische Ausweise. Die Fahnder erkannten, dass es sich um Fälschungen handelte. Beide Personen wurden wegen unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung angezeigt. Sie konnten einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet werden. Bei ihrem Fahrer fanden die Beamten mehrere tausend Euro. Er wurde wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt und konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Dienststelle der Bundespolizei in Rosenheim wieder verlassen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft musste er 2.400 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren hinterlegen.

Der Obhut des Berchtesgadener Jugendamtes vertraute die Bundespolizei drei junge Afghanen, 12, 14 und 15 Jahre alt, an. Sie waren mit einem Fernreisezug aus Salzburg unterwegs. Ausweisen konnten sie sich nicht. Nach ersten Erkenntnissen gelangten sie nach einer wochenlangen Odyssee mit Lkw, Pkw und Zug von ihrer Heimat bis nach Deutschland. Ihre Eltern und Verwandten soll die Schleusung umgerechnet jeweils mehrere tausend Euro gekostet haben. Die Ermittlungen der Bundespolizei in Bad Reichenhall dauern an.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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