Illegal eingereiste Afghanen in Taxi erwischt

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Anger/Bad Reichenhall - Wochenlang wurden sie durch Europa geschleust und schließlich auf der A8 in einem Taxi von der Polizei erwischt: Fünf junge Afghanen.

Die Bundespolizei hat am Donnerstag, 11. August, fünf junge Afghanen auf der A8 in Gewahrsam genommen. Sie waren in einem österreichischen Taxi unterwegs. Keiner aus der Gruppe konnte sich ausweisen.

Auf Höhe der Anschlussstelle Anger Nord zogen Fahnder der Bundespolizei ein Taxi mit österreichischer Zulassung aus dem Verkehr. Der aus Wien stammende Fahrer beförderte zwei Erwachsene, 18 und 25 Jahre, sowie drei Minderjährige im Alter von 12, 15 und 17 Jahren. Abgesehen vom 47-jährigen Fahrzeugführer konnte sich keiner der Fahrgäste ausweisen. Sie gaben an, aus Afghanistan zu stammen und seit Wochen unterwegs gewesen zu sein. Für ihre Schleusung hätten sie oder ihre Angehörigen tausende von Euro zahlen müssen. Von Wien aus kümmerten sie sich schließlich selbst um ihre Weiterreise und arrangierten die Taxifahrt. Die Hintergründe ihrer Schleusung sind Gegenstand der laufenden bundespolizeilichen Ermittlungen.

Da dem Taxifahrer mit der bloßen Beförderung keine strafbare Handlung vorgeworfen werden konnte, wurde er auf richterliche Anordnung hin auf freien Fuß entlassen. Die drei älteren afghanischen Staatsangehörigen mussten das Land inzwischen wieder verlassen. Sie wurden wegen unerlaubter Einreise angezeigt und nach Österreich zurückgeschoben. Dagegen konnten die Jungen im Alter von 12 und 15 Jahren der Obhut des Jugendamts in Bad Reichenhall anvertraut werden.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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