Afghanen landen im Gefängnis

Freilassing - Am Sonntag hat die Bundespolizei zwei afghanische Staatsangehörige ins Gefängnis eingeliefert. Die beiden waren wiederholt unerlaubt nach Deutschland eingereist.

Im Zug von Salzburg nach München überprüften die Fahnder auf Höhe Teisendorf die zwei jungen Männer. Beide konnten sich lediglich mit österreichischen Asylkarten ausweisen. Sie hatten jedoch weder gültige Einreisepapiere für Deutschland noch einen Fahrschein dabei. Die Beamten zeigten den 23- und den 20-Jährigen jeweils wegen unerlaubter Einreise und Erschleichens von Leistungen an.

Erste Ermittlungen ergaben, dass die Afghanen erst wenige Stunden zuvor ebenfalls wegen unerlaubter Einreise festgenommen und nach Österreich zurückgeschoben worden waren. Die Männer gaben an, dass sie sich trotz laufender Asylverfahren in Österreich auf jeden Fall in Deutschland aufhalten wollten. Ihrem Vorhaben schob der Staatsanwalt nun erstmal einen Riegel vor.

Er beantragte aufgrund der klaren Sachlage die Durchführung eines „Beschleunigten Verfahrens“. Auf richterliche Anordnung hin lieferten die Bundespolizisten die unerlaubt Eingereisten anschließend in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall ein. Dort warten sie auf die anstehenden Strafverfahren.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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