„Grünzeug“ entpuppt sich als Droge

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Piding - Was für Nichtfachkundige zunächst als Salat oder sonstiges „Grünzeug“ durchgehen würde, stellte sich bei näherer Prüfung der Polizei als Kath heraus.

Schleierfahnder konnten das Gewächs, das bei Bewohnern im arabischen und nordafrikanischen Raum stark verbreitet ist und aufgrund seines Inhaltsstoffes Cathin unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, eindeutig als illegale Droge einordnen.

Ein 33-jähriger gebürtiger Somalier hatte rund 350 g der Frischware in seinem angemieteten österreichischen Pkw im Kofferraum versteckt. Der stimulierende bzw. anregende Wirkstoff des Kath, dem ein hohes Suchtpotential mit einer starken psychischen Abhängigkeit bescheinigt wird, wird durch lang anhaltendes Kauen freigesetzt.

Im konkreten Fall konnte der österreichische Staatsbürger nach Anzeigenerstattung die Weiterreise ins Bundesgebiet fortsetzt. Die konfiszierten Pflanzenteile wurden vakuumverpackt und gut gekühlt eingelagert.

Im Bereich der Autobahnausfahrt Piding-Nord, Fahrtrichtung München, hatten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein den Alleinreisenden am Freitagvormittag mit seinem in Wien angemieteten Opel Astra aus dem Verkehr gezogen. Obwohl es der Österreicher sehr eilig hatte, ließen sich die Fahnder in ihrer Arbeit nicht beirren und warfen einen genaueren Blick in den sauber aufgeräumten Kofferraum. Unter der Abdeckung zum Reserverad kamen dann drei in einer Plastiktüte verpackte Kath-Bündel zum Vorschein.

Nach einem dann doch etwas längeren Aufenthalt wurde der Mann aus Mogadischu wieder entlassen. Dem wegen Drogenbesitzes bereits einschlägig in Erscheinung getretenen Tischler droht nun eine empfindliche Strafe.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

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