Pidinger Grenzpolizei deckt Täuschungsversuch auf

Mann muss sich auch für Straftaten unter „altem Namen“ verantworten

Piding - Ein junger Mann wechselte seinen Namen - nicht ohne Grund wie sich herausstellen sollte. Unter seinem „alten Namen“ war ein 28- Jähriger der Polizei kein Unbekannter.

Die Mitteilung der Grenzpolizei im Wortlaut:


Eine Streifenbesatzung der Grenzpolizeiinspektion Piding kontrollierte am Samstagnachmittag einen in Deutschland zugelassenen Pkw auf der Autobahn A8, Höhe Anger. Die Insassen waren laut eigener Angaben auf dem Weg von Rumänien nach Stuttgart. Zu Beginn der Kontrolle wurde nichts Ungewöhnliches festgestellt. Auch ein Abgleich der Personalien der Personen mit dem Fahndungsbestand verlief zunächst ergebnislos. Allerdings verstrickte sich der 28-jährige Beifahrer immer mehr in Widersprüche, als er zu seinem Reisegrund befragt wurde - was die Fahnder hellhörig machte.

Durch verschiedene Recherchemöglichkeiten konnten die Beamten kurze Zeit ermitteln, dass der Mann in seinem Heimatland ganz legal seinen Familiennamen geändert hatte. Dies ist in anderen Staaten auch ohne großen Aufwand möglich, nicht selten und erfordert keine vorausgegangene Heirat, wie zum Beispiel in Deutschland.


Der Hintergrund für seine Namenswechslung war dann auch schnell gefunden, denn aufgrund diverser Eigentumsdelikte im Bereich Stuttgart, wird er unter seinem früheren Namen gleich von zwei deutschen Justizbehörden gesucht.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Dienststelle in Baden-Württemberg wurde der Rumäne zu den Vorwürfen vernommen. Nachdem er über eine aktuelle Wohnanschrift in Rumänien verfügte und aktuell kein Haftgrund vorlag, durfte er anschließend seine Fahrt fortsetzen. Da nun sowohl sein neuer Name als auch seine Wohnanschrift der Justiz bekannt sind, wird er sich in naher Zukunft für die ihm zur Last gelegten Taten verantworten müssen.

Pressemitteilung Grenzpolizeiinspektion Piding.

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

Kommentare